Falschmeldung: DB plant Ausstieg aus Automaten Vertrieb (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

agw @, NRW, Montag, 24. Dezember 2018, 14:37 (vor 87 Tagen) @ heinz11

Unabhängig davon, was die DB schon beschlossen hat, oder nicht, es wird so kommen.

Kann sich ja auch jeder selber überlegen:

Der private FV muss (bald) seinen Vetrieb selber finanzieren. Auch die DB FV AG.
Man wird sich also überlegen, wie das möglichst wirtschaftlich geht. Bei der DB hat man dazu noch die Philosohpie, dass man immer gerne auf die teuersten/am wenigsten wirtschaftlichen 10% der Fahrgäste verzichtet (eine mathematisch höchst zweifelhafte Strategie).

Ganz vorne bei nierigen Kosten ist natürlich der digitale Vertrieb über das Internet, unabhängig davon, ob der Kunde noch selber etwas ausdrucken möchte oder nicht. Das Zuschicken von Fahrkarten lässt man sich bei der DB ja schon seit einigen Jahren vergolden (4,90 Euro für einen normalen Brief zu 70 Cent).

Große Verkaufsschalter nur für den FV lohnen sich in kleinen Bahnhöfen nie und in den großen wegen hoher Mieten nur, wenn die Marge hoch ist (Flexpreis) oder man die Kosten auf den Kunden umlegen kann (z.B. durch eine Sparticket-Schaltergebühr wie bei den ÖBB).

Beim Telefon- oder Videoverkauf mag es noch etwas anders aussehen, da man dort die Leute in günstigen osteuropäischen Länden einstellen kann.

Der Automatenvertrieb über eigene FV-Automaten mag an großen Bahnhöfen wirtschaftlich sein, anosten bleibt nur, sich bei den lokalen Automatenbetreibern einzukaufen.

Bei der DB hat man noch einen weiteren Trick gefunden. Man hat zwar ein Reisezentrum mit ein paar Schaltern, stellt aber billiges Personal ein, was die Kunden nötigt, ihre einfachen Wünsche doch wieder am Automaten zu kaufen. Das könnte auch noch Zukunft haben.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum