Abschaffung des Sparpreis-Zusatz war ein Fehler (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

musicus @, Donnerstag, 06. Dezember 2018, 06:55 (vor 9 Tagen) @ agw
bearbeitet von musicus, Donnerstag, 06. Dezember 2018, 06:57

Nö, das ist so wie ich schreibe.

Da es hier nicht um Tatsachen geht, ist es völlig legitim, die Sache grundlegend anders zu bewerten.

Der Zug fährt ja eh, das bringt also nichts.

Ach? Die Züge fahren eh = Angebotsdiversifizierung bringt nichts.
Kann man so sehen. Dennoch ist uns von der DB ein gegenteiliges Konzept vorgesetzt.

Das meine ich mit Selbstbewusstsein.

Ziemlich eigene Definition.

Man denkt, dass man das Geld des Kunden nicht durch die eigene Leistung bekommt

Welche „Leistung“?

sondern nur doch "Sanktionen", wie du treffend sagst.

Nein, durch die Angebotsstruktur. Die „Sanktion“ trifft ja lediglich die Minderheiten, die aus ihren Bedingungen, die sie akzeptiert haben um bis zu 90% Geld zu sparen, spontan wieder ausscheren wollen.

Da muss man schon ziemlich tief gefallen sein.

Muss man? Wie du meinst - inhaltlich bringt uns das eh nicht weiter.

Den Rabatt gibt es nur mit Zugbindung, auch bei meinem System.

Allerdings senkst du den Anreiz zur Einhaltung der Zugbindung erheblich. Die DB hat selbigen hingegen angehoben. Muss ja sehr anlasslos gewesen sein...

Die Vorverkaufs"frist" hat nur den Sinn, den Kunden früh für die Fahrt zu binden.

Nein. Sie hat den Sinn, ihm überhaupt etwas zugebundenes andrehen zu können. Die Fristen sind Teil der Lotterie.

Das einzige, was man mit den "Sanktionen" erreicht ist, dass der Kunde dann möglicherweise die Fahrt doch nicht mit der Bahn macht und die Differenz zum Flexpreis flöten geht und der Kunde beim nächsten Mal gar nicht erst den Sparpreis kauft. Ebenfalls ein verlorener Kunde.

In deinem System nicht anders. Deine Denke beruht auf der rein hypothetischen Prämisse, der Flexpreis sei qua Nomenklatur stets der höchste vom Kunden akzeptable Betrag für eine Beförderungsleistung.

Ich glaube deine "Quersubventionierung" durch "Sanktionen" spielt in der Kalkulation keine Rolle. Warum auch.

Weil (S)SP nicht annähernd kostendeckend sein dürften. (Falls doch: bitte Belege) Quersubvention spielt also prinzipiell sehr wohl eine zentrale Rolle.

Nö, weder noch. Der Flexpreis ändert sich nicht im Preis.

Phantasterei.

Beim Flexpreis kann er nichts sparen.

Doch.

Er kann nur sparen, wenn er den der Auslastungssteuerung entsprechenden Zug nimmt,

...was oft nicht in der Entscheidungsfreiheit des Kunden liegt.

Der Anreiz bleibt also.

...du senkst den Anreiz zur Einhaltung der vertraglichen Absprachen aber erheblich (s.o.).

Und da es auch jetzt Flexpreise gibt (z.B. im Zug Bordpreise), hast du auch keinen Unterschied zur "Planbarkeit".

Natürlich. In deiner „Idee“ muss von einer Zunahme der Flexpreisnutzer ausgegangen werden.

Die Unmöglichkeit kommt ja durch die BC100 und die BC50 mit Flexpreis. Die bleibt aber hier völlig unberührt.

Eben nicht. Sie wird vergrößert.

Im Gegensatz zum reinen Flexpreisfahrer hättest du in meinem System aber noch zumindest den Tag der Reise durch den Sparpreis festgelegt.

Kein Unterschied zum Flexpreis.

Die DB ist da also ganz auf meiner Linie.

...wie man klar sehen kann. *rofl*


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