Abschaffung des Sparpreis-Zusatz war ein Fehler (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

musicus @, Mittwoch, 05. Dezember 2018, 18:07 (vor 10 Tagen) @ agw
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 05. Dezember 2018, 18:08

Hätte die DB etwas mehr Selbstbewusst sein, würde sie analog zum alten Sparpreis-Zusatz einen Aufpreis zum Flexpreis am gleichen Tag anbieten, ohne Stornogebühr und ohne Bordpreis für alle Sparpreisarten.

Das ist doch Quatsch.

Mit dem Verkauf des SSP/SP x Wochen vorher hat man schon die wichtigsten Dinge erreicht: 1) Man hat das Geld des Kunden (durch Rabatte gelockt) 2) der Kunde hat sich finanziell mehr oder weniger auf die DB festgelegt und 3) man hat großen Rabatt nur mit Zugbindung hergegeben.

Es fehlen: 4) die Chance die Kohle, ggf. auch ohne Gegenleistung erbringen zu müssen, behalten zu können, sowie 5) die Chance, dass die Reiseplanung nicht eingehalten werden kann und der Kunde im Falle einer Änderung diese natürlich nicht sanktionslos erhält.

Die Umdisposition von zuggebundenem SP auf FP läuft der Rabattierung qua Zugbindung nebst Vorkaufsfrist eklatant zuwider - das darf nie und nimmer mit demselben Betrag wie der Flexpreis zu Buche schlagen, sofern man nicht die Produktdiversifizierung sehenden Auges unterlaufen will. Die SP können ohnehin niemals so kalkuliert sein, dass sie der Quersubventionierung nicht dringend bedürften.

Kann man jetzt den Kunden (warum auch immer) noch die Differenz zum Flexpreis abjagen, ist das eigentlich Win-Win.

Nur win: Für den SP-Kunden, der de facto einen Flexpreis mit massiver Sparoption in der Tasche hat. Planbarkeit und Steuerung von Auslastung qua SP wird damit endgültig unmöglich und schultern müssen es EVU und die nicht-SP-Fahrer.

Man hat NOCH mehr Geld vom Kunden

...also im Einzelfall immerhin keine rote Zahl. Und "noch mehr" impliziert ja, dass es vorher schon "viel" war, was mitnichten zutrifft.

und der Flexpreis ist (gerade ohne BC50) ja schon ansich eine Strafe.

Eine subjektive und oberflächliche Interpretation.

Und selbst in dieser Situation macht man den Kunden noch glücklich

Gewagte These.

weil er sein altes Ticket nicht einfach in die Tonne kloppen muss.

...mit SP-Zusatz ebensowenig. Dessen Abschaffung war für die Kundenzufriedenheit in der Tat kontraproduktiv.


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