Bringt vermutlich nicht viel. (Allgemeines Forum)

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 04. Dezember 2018, 08:52 (vor 9 Tagen) @ Aphex Twin

Nur läufst Du damit hier vollkommen ins Leere da meine Aussage sich nicht auf die zahlreichen Faktoren die zu einer Reduktion des Tabakkonsums geführt haben (unter denen das Gesundheitsbewußtsein gut möglich der bedeutendste sein mag), sondern darauf dass Tabakkonsum kein binäres Phänomen ist bei dem entweder (nahezu) alle oder niemand teilnimmt.


Du redest also von was anderem als ich und versuchst damit gegen mich zu argumentieren. Hm, okay, kann man machen.

Für offene Kamine gibt es durchaus Vorschriften, wie z.B. eine eindeutige Frischluftzufuhr.

Ich sage nicht, daß es keine gäbe. Ein CO-Melder ist aber durchaus sinnvoll(er) als nur zu sagen, es müsse eine Frischluftzufuhr geben.

Die philosophische Grundposition die gegen jegliche Vorschriften ist die versuchen den Menschen vor sich selbst zu schützen (und in diese Kategorie fallen die Massnahmen gegen Tabakkonsum zu einem bedeutenden Teil) ist die des Libertarismus, der in seiner stärksten Form durchaus auch für die Legalisierung von Drogen ist.

Da interpretierst Du leider nebenher. Wegen mir könnte Tabak auch verboten werden, und gegen eine Legalisierung anderer Drogen bin ich (medizinische Anwendungen ausgenommen) aus voller Überzeugung.

Wenn man gegen Enschränkungen (z.B. über Werbeverbote) in Bezug auf Tabakprodukte ist (da deren Nutzer ihn ja freiwillig konsumieren) ist die Freigabe von Marijuana ein durchaus logischer nächster Schritt (der ja auch schon an vielen Orten in verschiedener Weise stattfindet). Und Kokain ist dann einfach nur ein nächster möglicher Fall.

Whataboutism.
Ich halte es einfach nur für absurd, Essen und Drogen (egal ob legal oder nicht) in einen Topf zu werfen. Essen, und sei es auch noch so "Junkfood" erfüllt ein elementares Grundbedürfnis des Menschen. Es dürfte wohl ohne Zweifel sein, daß "verhungern" eine mögliche Todesursache ist. Kein Mensch jedoch stirbt daran, keine Drogen zu konsumieren. (Komplikationen durch Entzug ausgenommen, ich rede von Menschen, die beispielsweise einfach noch nie geraucht haben, die werden niemals am Nichtrauchen sterben.) Natürlich gibt es auch Menschen die nach Essen süchtig sind, allerdings dürfte das ein Bruchteil gegenüber denen sein, die von Drogen, egal ob legale wie Tabak oder Alkohol oder illegalen aller Art abhängig sind. Das dürfte da sogar meist in eine psychologische Richtung gehen, anders als die körperliche Abhängigkeit beispielsweise von Nikotin.

Mir ging es nur darum den impliziten Kritikpunkt gegenüber Werbeverboten für Tabakprodukte dass man hier anderen Leuten indirekt Vorschriften mache wie sie mit ihrer Gesundheit umzugehen hätten kristallklar herausstellen indem ich ihn zuspitzte und einen eindeutigeres Beispiel (Kokain) wählte.

Letztlich ist die Frage doch sowieso, was das ganze Theater soll. Letztlich haben wir ein massives Problem damit, daß wir immer älter werden, es belastet die Rentenkassen mehr, man braucht mehr Pflegepersonal, die Alterspyramide steht Kopf. Also warum nicht den Mensch einfach sein Leben genießen lassen, wenn's ihm gefällt eben auch mit Burgern, Pommes und Cola, und dann klappt er eben sozialverträglich kurz vorm Renteneintritt die Augen zu.

Und ja, es gibt einen großen Unterschied, wie man sich kaputt macht, bevor Du jetzt wieder kommst, man könnte ja auch einfach 1-n Lines Koks am Tag ziehen, je nach Geldbeutel.
Ich kenne niemanden, der, weil er sich gerade mit Burgern, Pommes und Cola überfressen hat, als Geisterfahrer auf die Autobahn fährt und dort für Massenkarambolagen mit mehreren Toten sorgt. Ein Szenario, das mit Alkohol und illegalen Drogen durchaus schon vorkam. Auch schadet jemand, der sich einen Burger in die Figur kloppt nicht denen, die um ihn herum stehen (zumindest nicht mehr, als ihnen mit spritzender Sauce die Klamotten einzusauen), anders als ein Raucher andere um ihn herum durch den Rauch schädigt. Ungesundes Essen schadet immer nur der Person, die es zu sich nimmt, aber niemals jemandem, der damit nichts zu tun haben möchte. Das schafft keine illegale oder legale Droge.

Meinen Standpunkt hoffentlich klarer gemacht habende Grüße
der Colaholiker

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