Bringt vermutlich nicht viel. (Allgemeines Forum)

Aphex Twin, Montag, 03. Dezember 2018, 23:27 (vor 10 Tagen) @ Colaholiker

Aber merklich reduzieren können, aber möglicherweise interessieren dich solche Details ja nicht.


Daß es einfach auf ein ausgeprägteres Gesundheitsbewußtsein zurück zu führen sein könnte, oder es den leuten auch einfach zu teuer wird (ich habe letztens mit Erschrecken festgestellt, daß 23 dieser Stinkestäbe ganze 7 Euro kosten) fällt wohl eher in Details, die Dich nicht interessieren. (Ja, persönlich werden kann ich auch.)

Nur läufst Du damit hier vollkommen ins Leere da meine Aussage sich nicht auf die zahlreichen Faktoren die zu einer Reduktion des Tabakkonsums geführt haben (unter denen das Gesundheitsbewußtsein gut möglich der bedeutendste sein mag), sondern darauf dass Tabakkonsum kein binäres Phänomen ist bei dem entweder (nahezu) alle oder niemand teilnimmt.

Darf ich annehmen dass du auch solche Bevormundungen wie Gurtpflicht, Rauchmelderpflicht und das Werbeverbot für Kokain verurteilst?


In der Tat bin ich der Meinung, daß es jedem selbst überlassen sein sollte, was er aus seinem Leben macht. Daher denke ich, es sollte den Leuten selbst überlassen werden, ob sie sich anschnallen wollen oder nicht. Eine Ausrüstungspflicht seitens der Hersteller halte ich durchaus für sinnvoll.
Von der Rauchmelderpflicht halte ich ehrlich gesagt absolut nichts, denn sie ist nur ein halbgares Konzept. Nehmen wir mal die Variante Hessen (da Baurecht Landesrecht ist, gibt es hier von Bundesland zu Bundesland unterschiede): In der Wohnung muß es in jedem Zimmer, in dem regelmäßig jemand schläft, so ein Ding geben, und im Flur. Schön. Im Treppenhaus hingegen nicht. Heißt also, wenn es im Keller brennt, kriegt es mit Pech keiner mit, bis das Treppenhaus so dicht verqualmt ist, daß der Qualm in die Wohnungen zieht (was bei ner ordentlich dichten Wohnungstür dauern kann) und dort den Melder auslöst. Geil, wa? Versuch dann mal noch raus zu kommen.
Außerdem kenne ich deutlich mehr Fälle, wo die Dinger in Abwesenheit der Mieter angefangen haben zu spinnen, als Fälle, wo sie wirklich nützlich gewesen wären. Ist schon toll, wenn man heim kommt, und die Bude wurde wegen nix und wieder nix aufgebrochen. Abschalten, wenn man das Haus verläßt, kann man die Dinger ja leider nicht.
Bei allem Sicherheitswahn, wieso sind dann übrigens keine Kohlenmonoxidmelder vorgeschrieben, sobald man eine Feuerung (Gastherme, Gasherd, Kamin,...) in der Hütte hat? Anders als Rauch kann ein Mensch Kohlenmonoxid nicht wahrnehmen, bis er an den Folgen der Inhalation ohnmächtig wird.

Für offene Kamine gibt es durchaus Vorschriften, wie z.B. eine eindeutige Frischluftzufuhr.

Deinen polemischen Bezug auf eine verbotene Substanz darfst Du gerne an einen sehr dunklen Ort zurück stecken.

Die philosophische Grundposition die gegen jegliche Vorschriften ist die versuchen den Menschen vor sich selbst zu schützen (und in diese Kategorie fallen die Massnahmen gegen Tabakkonsum zu einem bedeutenden Teil) ist die des Libertarismus, der in seiner stärksten Form durchaus auch für die Legalisierung von Drogen ist. Wenn man gegen Enschränkungen (z.B. über Werbeverbote) in Bezug auf Tabakprodukte ist (da deren Nutzer ihn ja freiwillig konsumieren) ist die Freigabe von Marijuana ein durchaus logischer nächster Schritt (der ja auch schon an vielen Orten in verschiedener Weise stattfindet). Und Kokain ist dann einfach nur ein nächster möglicher Fall.

Mir ging es nur darum den impliziten Kritikpunkt gegenüber Werbeverboten für Tabakprodukte dass man hier anderen Leuten indirekt Vorschriften mache wie sie mit ihrer Gesundheit umzugehen hätten kristallklar herausstellen indem ich ihn zuspitzte und einen eindeutigeres Beispiel (Kokain) wählte.


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