Unterschied (Allgemeines Forum)

Power132 @, Sonntag, 02. Dezember 2018, 11:10 (vor 9 Tagen) @ markw
bearbeitet von Power132, Sonntag, 02. Dezember 2018, 11:15

Ich halte es für nichts Verwerfliches, wenn man sich an der harten Nuss Amazon versucht, auch wenn die Chancen erst mal schlecht stehen. Durchhaltevermögen ist hier wichtig

Die Nuß ist aber nicht zu knacken. Allein deshalb, weil es andere Logistiker mit noch niedrigeren Löhnen gem Logistiktarif gibt. Bsp: Amazon zahlte 2013 nach 1 Jahr Betriebszugehörigkeit (auch für ungelernte Kräfe) einen Grundlohn von ca 1900€ brutto in NRW. Der Discounter TeDi mit seiner Logistiktochter einen Grundlohn nach Tarif 1600€ brutto.

Das sich andere von anderen Gewerkschaften Posten sichern, nun das liegt in der Natur der Sache. Macht ist immer eine Versuchung, der mancheiner erliegt.
Nun, das jemand von einer Gewerkschaft einen Seitenwechsel vollzieht, nach dem er die, die er vertritt an die Gegenseite günstig verkauft hat, ist nichts, was man als in der Natur der Sache liegend betrachten sollte.

Doch weil es hier um eine Machtposition geht, die für viele erstrebenswert ist. Nur ist in dem Fall die Machtposition vorher geischert und gepolstert worden. Gewerkschaftsarbeit scheint in dem Fall weniger monetär erträglich gewesen.

Schlußfolgerung: Strekrecht ja - aber wird eben auch gezeigt, wie und in welcher Art und Weise man verhandelt und den Gegner nicht um alles in der Welt in die Knie zwingen muss.
Das klingt wie Streikrecht ja, aber bitte benutzt es nicht. Die Gewerkschaften bekommen in der Regel keine besseren Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmenden, wenn sie freundlich "bitte" sagen.

Nein. Aber es ist Unterschied zwischen sachlichen Verhandlungen (die durchaus kontrovers und um Punkte ringend sein dürfen) und einen Verhandlungsstil, der darauf aus ist, den Verhandlungspartner auf jegliche nur mögliche Art in die Knie zu zwingen.


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