Streikrecht ist unbestritten (Allgemeines Forum)

markw @, Sonntag, 02. Dezember 2018, 10:43 (vor 11 Tagen) @ Power132

aber sich über Wochen hinweg so zu verweigern wie 2014/2015 geschehen, dass grenzt schon an viel Selbstherrlichkeit und zeigt wenig Vernunft. Dabei ging und geht es meiner Ansicht nach nur darum, das einge Image zu pflegen, als wirklich einer Lösung offen entgegenzusehen/zu verhandeln. Selbt der Vorgänger, der selber auch ein harter Verhandler war (und am Ende herausgeworfen wurde), hat sich ja dann schon einschalten müssen und zur Vernunft aufgerufen. Das gleiche Spiel wird jetzt bei Amazon versucht, und auch hier ist die Einsicht überhaupt nicht da, dass man hier Eulen nach Athen trägt und den anderen TV in 100 Jahren nicht bekommen wird.

Irgendwie bringst Du lauter nicht-Argumente. Schell wurde wenn ich den Artikel lese offensichtlich wegen persönlicher Querellen rausgeschmissen und die hatten wohl offensichtlich nichts mit seiner Streikbereitschaft zu tun. Der Nachfolger tat es ihm gleich. Das der Vorgänger sich dann den Spaß gegönnt hat, seinen Nachfolger zur Vernunft aufzurufen, wird er im Zusammenhang mit den persönlichen Querellen zu tun haben. Auch die Streike bei Amazon sind wichtig und ich wünschte die Gewerkschaften hätten hier mehr Power, um anständige Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Ich halte es für nichts Verwerfliches, wenn man sich an der harten Nuss Amazon versucht, auch wenn die Chancen erst mal schlecht stehen. Durchhaltevermögen ist hier wichtig. Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen Gewerkschaften für überflüssig und antiquiert halten. In mancher Hinsicht wirken sie in der Tat altbacken, aber gerade in einer Zeit in der unsere Wirtschaft im Umbruch ist und neue wirtschaftliche Akteure Hungerlöhne zahlen und unverschämte Arbeitsbedingungen schaffen, werden sie wieder wichtiger.

Das sich andere von anderen Gewerkschaften Posten sichern, nun das liegt in der Natur der Sache. Macht ist immer eine Versuchung, der mancheiner erliegt.

Nun, das jemand von einer Gewerkschaft einen Seitenwechsel vollzieht, nach dem er die, die er vertritt an die Gegenseite günstig verkauft hat, ist nichts, was man als in der Natur der Sache liegend betrachten sollte.

Schlußfolgerung: Strekrecht ja - aber wird eben auch gezeigt, wie und in welcher Art und Weise man verhandelt und den Gegner nicht um alles in der Welt in die Knie zwingen muss.

Das klingt wie Streikrecht ja, aber bitte benutzt es nicht. Die Gewerkschaften bekommen in der Regel keine besseren Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmenden, wenn sie freundlich "bitte" sagen.


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