Letztlich die Frage: Wie viel ist mir was wert? (Aktueller Betrieb)

Destear @, Berlin, Montag, 26. November 2018, 00:35 (vor 21 Tagen) @ Gleiswechsel

Die Wahl des Wohnortes hat aber ein paar Dutzend ausschlaggebende Variablen mehr, als nur “exklusive Gegend” und “hip”. Reisezeit zur den jeweiligen Arbeitsplätzen, Anbindung an den ÖPNV/Verkehrsanbindung und mit Kindern der Schulsprengel spielen da eine wesentliche Rolle. Daneben gibt es dann Einkaufsmöglichkeit, Freizeitaktivitâten und Co, die die Wahl des Wohnortes beeinflussen. Als absoluter Lebensmittelpunk ist man da sicherlich geneigter jedes zusätzliche Plus zu bezahlen.

Beim Vergleich Flixbus/Bahn auf einer Verbindung gibt es hingegen eine Handvoll, neben Reisedauer und -preis sowie Komfort gibt es kaum Unterschiede.

Aber wer weiß, vielleicht müssen sie auch nur Flixbus fahren weil die Miete den Rest auffrisst. ;)

Ich meine, dass einfach jeder Mensch unterschiedlich bewertet, für was er wie viel von seinem Haushaltseinkommens ausgeben will. Ich kenne in meinem Umfeld Menschen mit gutem Auskommen, die möglichst billig und trotz Ärgernissen in einer WG wohnen, weil sie ihr Geld nicht für höhere Mieten ausgeben wollen - von der Ersparnis wird dann eine vierwöchige Reise finanziert oder der an anderen Stellen bessere Lebensstil. Andersrum kenne ich Menschen, die insgesamt eher wenig Geld verdienen und viel reisen müssen, einen relativ größeren Teil aber in Tickets erster Klasse bei der Bahn investieren, obwohl sie problemlos auch zweite Klasse fahren könnten.

Das ist alles eine Frage des persönlichen Wollens und der individuellen Güterverteilung. Aber natürlich stimme ich dir zu, dass dem durchschnittlichen Konsument eine zum Alltagsleben passende Wohnlage wichtiger sein wird als das Bahnticket. Trotz längerer Fahrzeiten und dem Minus an Komfort muss man ja nun auch sagen, dass die Fahrt mit dem Fernbus keine menschenunwürdige Quälerei, sondern ein ziemlich gut angenommenes Verkehrsmittel ist. Das gilt übrigens umso mehr, wenn DB ihr Qualitätsversprechen - so zB immer engere Bestuhlung oder massiv zunehmende Verspätungen - zunehmend nicht mehr einzuhalten in der Lage ist.


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