Köln - München in 3 h (Allgemeines Forum)

MC_Hans @, 8001376, Freitag, 09. November 2018, 14:19 (vor 38 Tagen) @ naseweiß

Das wäre der Turmbahnhof Seckenheim. Unten würden die Regios und S-Bahnen der Achse Ludwigshafen-Heidelberg halten, oben der SFS-FV. Pluspunkte wären, dass dort sowieso fast alle Züge vorbeikommen* und dass Mannheim nicht so viel wichtiger als etwa Heidelberg und Lugwigshafen ist.

Ich sehe, Du hast Dich umfassend mit dieser Idee befasst; aber wollen wir das (als Gesellschaft)? Wollen wir das, wenn nebenan in MA und HD große Fernbahnhöfe mit 10+ Gleisen stehen und zudem bereits jetzt große und wichtige NV-Hubs sind? Was genau bringt es und ist es uns das wert?

Ob eine Schnelllinie alleine den Bau eines schnellen Bypasses mit entsprechenden Verknüpfungen rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.

Genau dass müsste man aber machen, wenn der ICE echter HGV sein soll und nicht nur ein beschleunigter IC. In den anderen europäischen Ländern werden im Zweifelsfall für viel weniger Verkehr Bypässe errichtet.

Paris-Strasbourg-Stuttgart-München, Frankfurt-Stuttgart-München, Frankfurt-Karlsruhe-Basel oder Frankfurt-Strasbourg-Paris könnten genauso die genannten Bypässe nutzen.

Da würde ich widersprechen. Gerade für Linien nach Frankreich sind häufige Zustiegsmöglichkeiten elementar. Auch Frankfurt - Basel benötigt aus meinem subjektivem Empfinden ebenfalls einen Halt in Mannheim.

Stuttgart Hbf würde mit einer schnelleren Gäubahn sowie Verbesserungen in Richtung Nürnberg an Bedeutung gewinnen (z.B. Mannheim - Zürich abwechselnd über Basel / Stuttgart).

Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Die Rheintalbahn wird ausgebaut und Freiburg und Basel sind deutlich wichtiger als die Städtchen entlang der Gäubahn.

Da gebe ich Dir recht, allerdings ist Zürich - Stuttgart für die Schweizer wichtig (auch die Stuttgarter beschweren sich nicht über das Schweizer Publikum). Auch eine Region Bodensee könnte von einem stärkeren FV nach Singen ("Singen Landesgartenschau Fern", hehe :-)) ) profitieren.

Hier trägt evtl. die klassische Frage, ob die Nachfrage das Angebot schafft oder umgekehrt.

Und z.B. Mannheim-Nürnberg sollte über Frankfurt, gerade wenn man da ausbaut, auch deutlich schneller sein als über Stuttgart oder gar als über den direkten Weg übers Land und Heilbronn. Zürich-Stuttgart-Nürnberg wird mit Sicherheit immer nur eine Bedeutung als direkte Verbindung und regionale Anbindung haben und vermutlich nie zur SFS ausgebaut. Die Neigetechnik wäre wirklich die beste Variante für diese Route. Abgesehen davon ist Stuttgart und Umgebung sowieso wichtig genug.

Auch hier wollte ich darauf hinaus, dass ein System Kopf- plus Fernbahnhof nicht unbedingt bedeutet, dass der Kopfbahnhof an Bedeutung verliert. Ein Kopfbahnhof Stuttgart würde zwar die durchgehenden West-Ost-Verbindungen an einen Bypass bzw. Fernbahnhof verlieren, aber er könnte schon heute stärker sein, wenn es neben der Achse Mannheim-Stuttgart-München noch starke Verbindungen nach Nordost oder Süd existieren würden. Und meines Erachtens vertrügen sich die Verkehre nach Zürich (-Mailand) und Nürnberg (-Erfurt) mit einem Umsteige- und Linienendpunkt Stuttgart Hbf Kopf sehr gut.

Viele Grüße


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