Zielfahrplan muss kein ITF sein (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Freitag, 12. Oktober 2018, 12:36 (vor 341 Tagen) @ sb
bearbeitet von Alphorn (CH), Freitag, 12. Oktober 2018, 12:39

Egal wie schlecht der Fahrplan ist: Er ist ein Zielfahrplan.


Es ist ein Schlechtfahrplan, kein Zielfahrplan.

Kann ein Fahrplan auch ein Zielfahrplan sein, wenn er kein ITF ist? Selbstverständlich. Kann ein Fahrplan auch ein Zielfahrplan sein, wenn er ein sehr unvollständiger ITF ist? Ebenso. Kann ein Fahrplan ein Zielfahrplan sein, wenn er schlecht ist? Natürlich.

Ergo: Deutschland-Takt ist ein Zielfahrplan, trotz Deiner gegenteiligen Aussage.

Er berücksichtigt vielleicht nicht alle von dir gewünschten Ziele,


Es sind nicht "meine" Ziele, sondern logische Schlussfolgerungen aus dem ITF-Ansatz i.V.m. realen Zwangspunkten (ICE Mannheim - Stuttgart > 30').

Ein Zielfahrplan muss nur die Ziele der Planer berücksichtigen. Keine ITF-Ziele.

Im vorliegenden Fall war das Ziel der Planer ein partieller ITF, welcher mit beschränkten Mitteln umsetzbar ist.

wie dargelegt einige falsche Zielsetzungen; wenn diese schon falsch strukturiert (Knotenkonzept) sind, führt dies konsequenterweise zu falschen Infrastrukturmaßnahmen, welche nur bedingt aufwärtskompatibel sind...

Was wäre ein besseres Knotenkonzept? Woher weisst Du, dass davon mehr Reisende profitieren als mit dem vorgeschlagenen (welches sicher aufgrund von Reisendenzahlen erstellt wurde)?

Mit beschränkten Mitteln muss man selbstverständlich bei den gesteckten Zielen viele Kompromisse machen.


Nein: Mann muss vielleicht weniger aber vernünftige Ziele setzen, statt viele unsinnige Zielversuche;

"Weniger" ist ebenfalls ein Kompromiss, und zwar ein sehr schmerzhafter. Viele Regionen bekommen keine Verbesserungen.

Kannst Du mit Zahlen nachweisen, dass mit wenigen grossen Massnahmen insgesamt mehr Reisendenminuten eingespart werden als mit vielen kleinen Massnahmen, welche z.B. Umsteigebeziehungen in der Fläche verbessern?

Welche grossen Massnahmen schlägst Du vor?

Aber dank genau definiertem Ziel erreicht man mit gleichem Geld das Maximum, weil man nirgendwo ausbaut, wo es dann nicht gebraucht wird.


s.o.; Deine These ist übrigens auch schon deshalb falsch, weil optimierte ITF-Knoten Sprungnutzen inkludieren, welche bei z.B. "ein bißchen Ausbau hier und dort" fehlen würden (vgl bisheruige VDE8 Nürnberg - Erfurt > 60', geplant = 60' und damit immer noch 2' zu lang für optimale ITF-Knoten Nürnberg und Erfurt...).

Welche Umsteigeverbindung würdest Du mit zwei Minuten Beschleunigung dazugewinnen? Wenn wir 5 Minuten Mindestumsteigezeit annehmen, dann kommt mit Ankunft aus Nürnberg um :26 statt :28 keine einzige dazu. Bei Ankunft aus Nürnberg um :57 statt :59 ist es gerade mal eine: Nürnberg-Erfurt-Halle. Diese Relation wird aber zur anderen halben Stunde mit einem Direktzug angeboten, sodass nur wenige Reisende die Umsteigeverbindung nutzen würden.

Eine Beschleunigung ist umso teurer, je schneller die Strecke schon ist. Diese zwei Minuten wären also ziemlich teuer und würden nur eine einzige wenig sinnvolle Umsteigeverbindung ermöglichen, während sie gleichzeitig alle anderen Umsteigeverbindung kein bisschen beschleunigen.

Vielleicht haben die Planer (übrigens die gleichen, welche auch den schweizerischen ITF entworfen haben) ja doch etwas Ahnung?

Rom wurde nicht an einem Tag gebaut.


Solche Plattitüden sind Unfug.

Kein Grund, unhöflich zu werden.

Hier forderst Du, dass in allen Knoten alle FV-Linien zur Knotenzeit ankommen. Das alle wichtigen Netzknoten zu Taktknoten werden. Dass alle Holpertakte zu exakten Takten werden. Dass es mehr ICE-Springer gibt. All dies braucht Infrastrukturmassnahmen (Streckenbeschleunigungen, Zusatzgleise, Entflechtungen, Bahnsteigkanten), welche sehr viel Geld kosten. Meinst Du, dieses Geld kann in zwölf Jahren aufgebraucht werden, wenn z.B. aufgrund des Mittelbedarfs VDE8 25 Jahre brauchte?

Der nächste Zielfahrplan vielleicht fünf Jahre darauf ist dann hoffentlich schon besser.


...was nur dann logisch nachvollziehbar wäre, wenn die jeweils daraus ausgerichteten Infrastrukturmaßnahmen innert 5 Jahresschritten von Planung bis Inbetriebnahme realisierbar wären und keine Kompatibilität erforderlich wäre...

Dann nenne bitte Beispiele von Infrastrukturmassnahmen in diesem Zielfahplan, welche in der nächsten Iteration nichts bringen oder gar schaden.


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