Finanzierung (Allgemeines Forum)

Henrik @, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 22:45 (vor 311 Tagen) @ Chrispy

Das Grundkonzept sieht klasse aus! Aber das Bedeutet auch größerer Verschleiß an der Infrastruktur allgemein und hohe Investitionskosten beim Ausbau.

absolut gesehen gewiss, das ist aber trivial.
Im Verhältnis entstehen weniger Kosten, weniger Verschleiß.

Naja, die SBB haben in dieser Beziehung nach Bahn-2000 Lehrgeld bezahlen müssen: https://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/sbb-und-co-haben-ihr...

das hat mit dem Kontext aber ja nichts zu tun.
Ein optimierteres Netz sorgt für geringere Kosten.

Was meinst du mit "optimiertem" Netz.

Ich nicht.

Nach meiner Interpretation heisst ein optimiertes Netz auch immer mehr Kapazität und damit werden teils deutlich mehr Züge fahren können (gilt auch Gleisfressende Güterzüge). Zudem wird das Netz durch Aus und Neubauten grösser. Dazu kommt in Deutschland der Einsatz von neuem Rollmaterial

ja ach.. :D
geil.

welches unbekannte Verschleisseffekte mit sich bringen kann.

Nein, welches bekannte deutlich reduzierte Verschleißeffekte mit sich bringen - das ist deren Sinn.

Tut man die Thematik einfach als trivial ab, ist man im Begriff dieselben Fehler zu begehen wie die SBB damals.

was auch immer Du mit diesem zusammenhangslosem Satz aussagen möchtest.. behalte ihn gerne für Dich. ;)

Somit hat man da sogar die schwierigere Ausgangslage als die SBB damals.

Inwiefern das?

2004 war das Schweizer Schienennetz in gutem zustand, das kann man heute vom deutschen Schienennetz nicht behaupten.

im Juni 1994 schien in Spanien die Sonne, heute hat es in Sibirien geschneit.

toll und nun?
Du scheinst Deine Freude an Nichtssätzen zu haben, ohne wohl ein Nihilist zu sein.

Natürlich kann man behaupten, dass das deutsche Schienennetz in gutem Zustand ist,
alles andere wäre auch etwas sehr wirr.

Oder hat man diese Problematik, wie sie vor 4 Jahren in mehreren Zeitungen beschrieben wurde, tatsächlich lösen können? Beispiel:
https://www.welt.de/wirtschaft/article129736366/Deutschland-laesst-sein-Schienennetz-ve...
Kriegt man diese Problematik bis zur Einführung des Deutschlandtaktes nicht in den Griff startet man bereits mit einem Wartungsrückstand in die glorreiche ITF-Zukunft. Deshalb, schwierigere Ausgangslage.

Was für eine Problematik Du meinst, erwähnst Du netterweise nicht
und klatscht stattdessen einfach so einen billigen Artikel hin, der hauptsächlich auf diese alberne billige staatliche Investitionsmittel pro Einwohner Platte aufbaut.

Falls Du den Punkt des Investitionsstau anspielst,
so...... nimmst Du Dich selbst nicht ernst?
oder einfach die letzten vier Jahre komplett durchgeschlafen?
LuFVII? schonmal was von gehört?
..nur ein kleiner Teil der LuFVII-Mittel wird eingesetzt zum Abbau des Investitionsstaus.
Der völlige Abbau war vor 4 Jahren für den Anfang der 20er Jahre etwa geschätzt - also ewig weit weg vom Jahre 2030.
Vor 8 Monaten wurden wir darüber informiert, dass die Infrastrukturmängel in den vergangenen drei Jahren bereits um etwa 50% zurückgegangen sind.

schwierigere Ausgangslage?
Unter der Annahme Deines skizzierten Bildes, dass das schweizer Bahnnetz in einem absolut (wie auch erst recht relativ zum Deutschen) desolaten Zustand war, liegt hier ja offensichtlich keine schwierigere Ausgangslage als bei der SBB vor.

in der Schweiz ist das ja dann offensichtlich erst reichlich später aufgefallen,
insofern ist hierzulande die heutige Ausgangslage deutlich leichter.

Es war zum glück nicht zu spät der durchschnittliche Netzzustand war immer noch genügend. Man hätte den ITF wohl noch ein paar Jahre trotz vermehrter Lafas fahrbar halten können. Die Frage ist nicht nur wann solche Fehler bemerkt werden, sondern ob der Netzbetreiber im Moment der Erkenntnis fähig ist zu handeln, bevor der ITF komplett auseinanderbricht.

Die Frage stellt sich auf keinen Fall bzw. sollte sich nicht stellen, das wäre selten dämlich.
Keiner kontrolliert sich so dolle wie man selbst.
Diese Kontrolle hat also natürlich von außen zu geschehen, ist entsprechend abzusichern.

Nun gut, der Vergleich hinkt. bisschen süß klein das Netz der Schweiz, entsprechend deutlich geringer die Dimensionen. Vergleich mit NRW oder Bayern passt da besser.

Es ist jedoch relativ trivial Schienenverschleiss von einem 5100 km auf ein 34'000 km Netz zu extrapolieren. Oder habt ihr seid gestern dein Bahnverkehr auf ein Maglevsystem umgestellt?
Aber gerade wegen des sechs mal so grossen netzes, wäre der Schaden in Deutschland ja auch deutlich höher. Wäre man seitens der DB in der Lage um die € 70 Mia in 4 Jahren in den Schienenunterhalt zu buttern?

Die EIU der DB haben keinerlei Probleme, die nötigen Investitionen für den Unterhalt zu stemmen / "zu buttern".
Aktuell nicht, mit dem optimierten Netz wären diese Investitionen wie ausgeführt zukünftig gar relativ geringer.
Ein derartiger Schaden wie von Dir über die Schweiz skizziert, existiert hierzulande nicht.


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