Umfahrung Singen im Zielfahrplan 2030 zum BVWP 2030 (Allgemeines Forum)

Twindexx @, St. Gallen (CH), Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19:08 (vor 283 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von Twindexx, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19:12

Hoi,

Das ist Stand 2017, in der neuen Version ist zwar der Bahnhof Landesgartenschau eingetragen, doch halten die IC hier wieder mit 5 bis 6 Minuten Wendezeit im alten Bahnhof Singen. Die Landesgartenschau wird nur von der blauen Linie 'FR 10 BW' und vom Regionalverkehr bedient.

Es besteht Konsens darüber, dass der Fernverkehr in Singen hält. Dort fahren die Anschlusszüge und -Busse ab, nicht an der Landesgartenschau. Die Umfahrung Singen soll aber für den Güterverkehr gebaut werden, denn der Güterverkehr ist für eine positive Kosten/Nutzen-Rechnung notwendig.

Interessant übrigens, dass derzeit offenbar kein Konsenens mit der Schweiz zur Fahrplanlage der ICs besteht, vgl. Bemerkung "FV-Trasse Zürich - Stuttgart nicht kompatibel mit Planungen in der Schweiz, jedoch auf ausrücklichen Landeswunsch übernommen".

Die Schweiz will die 00-Lage, also 30 Minuten versetzt zur dargestellten Version. Man hat die Fahrlage ja nur um 30 Minuten gedreht, um in Stuttgart wieder bessere Anschlüsse zu erhalten nachdem die ICE-T ausgefallen waren. Mit der Rückkehr der Neigetechnik sollte das wieder zurückgedreht werden. Der RE ab Singen nach St. Gallen nimmt auch einen IC zur 00-Lage in Singen ab (xx:12 ab Sin).

Ein weiteres Problem besteht mit dieser Fahrlage noch, egal ob so oder um 30 Minuten gesdreht, dass die Kreuzung IC/IC in den einspurigen Bereich zwischen Lottstetten und Rafz zu liegen kommt. Die IC 4 müssen in Schaffhausen Richtung Zürich um xx:17/xx:47 abfahren und in Gegenrichtung können sie von Zürich her um xx:13/xx:43 ankommen, die Kreuzung findet um xx:00/xx:30 fliegend im Doppelspurabschnitt Rafz-Hüntwangen-Wil statt.
Will man die dargestellte Fahrlage umsetzen, benötigt es einen Doppelspurausbau Rafz-Lottstetten. Es stellt sich die Frage, wer diesen Ausbau finanziert. Denn die Schweiz hat die Strecke Zürich-Schaffhausen nämlich bereits nach dem gemeinsamen Gutachten aus dem Jahr 2005 bis Dezember 2012 fertig ausgebaut und seitdem wartet man darauf, dass in Deutschland auch mal was gebaut wird. Nun hat man aber solange gewartet, dass sich einige Rahmenbedingungen geändert haben, sodass sich die Trassierung leicht verschoben hat und somit zwischen Zürich und Schaffhausen die recht neue Infrastruktur nicht mehr passen würde.
Entweder passt man nun die Fahrlage und die noch nicht umgesetzten Ausbauten zwischen Schaffhausen und Stuttgart nochmal an oder irgendjemand in Deutschland finanziert den Doppelspurabschnitt Lottstetten-Rafz. Die Schweiz dürfte da vor STEP 2040/45 selber keine Mittel planen können (bei STEP 2030/35 wird noch diesen Herbst die parlamentarische Botschaft veröffentlicht nachdem die Vernehmlassung seit einigen Monaten beendet ist und da nirgends eine Doppelspurverlängerung ab Rafz enthalten war).
Die IC 4 würden dann auch Zürich-Schaffhausen mit Reihe N trassiert, sodass die Trassen zur Ankunft und Abfahrt im Knoten Zürich unverändert gegenüber dem Fahrplan 2019 bleiben können.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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