Finanzierung (Allgemeines Forum)

Chrispy, Donnerstag, 11. Oktober 2018, 16:08 (vor 62 Tagen) @ Henrik

Das Grundkonzept sieht klasse aus! Aber das Bedeutet auch größerer Verschleiß an der Infrastruktur allgemein und hohe Investitionskosten beim Ausbau.

absolut gesehen gewiss, das ist aber trivial.
Im Verhältnis entstehen weniger Kosten, weniger Verschleiß.

Naja, die SBB haben in dieser Beziehung nach Bahn-2000 Lehrgeld bezahlen müssen: https://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/sbb-und-co-haben-ihr...


das hat mit dem Kontext aber ja nichts zu tun.
Ein optimierteres Netz sorgt für geringere Kosten.

Was meinst du mit "optimiertem" Netz. Nach meiner Interpretation heisst ein optimiertes Netz auch immer mehr Kapazität und damit werden teils deutlich mehr Züge fahren können (gilt auch Gleisfressende Güterzüge). Zudem wird das Netz durch Aus und Neubauten grösser. Dazu kommt auch in Deutschland der einsatz von neuem Rollmaterial, welches unbekannte Verschleisseffekte mit sich bringen kann. Tut man die Thematik einfach als trivial ab, ist man im Begriff dieselben Fehler zu begehen wie die SBB damals.

Somit hat man da sogar die schwierigere Ausgangslage als die SBB damals.


Inwiefern das?

2004 war das Schweizer Schienennetz in gutem zustand, das kann man heute vom deutschen Schienennetz nicht behaupten. Oder hat man diese Problematik, wie sie vor 4 Jahren in mehreren Zeitungen beschrieben wurde, tatsächlich lösen können? Beispiel:
https://www.welt.de/wirtschaft/article129736366/Deutschland-laesst-sein-Schienennetz-ve...
Kriegt man diese Problematik bis zur einfürhung des Deutschlandtaktes nicht in den Griff startet man bereits mit einem Wartungsrückstand in die glorreiche ITF-Zukunft. Deshalb, schwierigere Ausgangslage.

in der Schweiz ist das ja dann offensichtlich erst reichlich später aufgefallen,
insofern ist hierzulande die heutige Ausgangslage deutlich leichter.

Es war zum glück nicht zu spät der durchschnittliche Netzzustand war immer noch genügend. Man hätte den ITF wohl noch ein paar Jahre trotz vermehrter Lafas fahrbar halten können. Die Frage ist nicht nur wann solche Fehler bemerkt werden, sondern ob der Netzbetreiber im Moment der Erkenntnis fähig ist zu handeln, bevor der ITF komplett auseinanderbricht.

Nun gut, der Vergleich hinkt. bisschen süß klein das Netz der Schweiz, entsprechend deutlich geringer die Dimensionen. Vergleich mit NRW oder Bayern passt da besser.

Es ist jedoch relativ trivial Schienenverschleiss von einem 5100 km auf ein 34'000 km Netz zu extrapolieren. Oder habt ihr seid gestern dein Bahnverkehr auf ein Maglevsystem umgestellt?
Aber gerade wegen des sechs mal so grossen netzes, wäre der Schaden in Deutschland ja auch deutlich höher. Wäre man seitens der DB in der Lage um die € 70 Mia in 4 Jahren in den Schienenunterhalt zu buttern?


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