Muss die Bahn Gewinne einfahren? (Allgemeines Forum)

Münchner, Sonntag, 07. Oktober 2018, 10:18 (vor 8 Tagen) @ frwi

Zwar nur sehr kurz, aber den Gedanken an sich finde ich sehr interessant!


http://m.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/deutsche-bahn-die-bahn-ist-benachteiligt-a-159...

Viele Grüße und einen sonnigen Sonntag!

Man muss die Fakten kennen, bevor man sie verdrehen kann [Mark Twain].

Der erste ganz offensichtliche Fehler:

Pendler, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, können für jeden Kilometer 30 Cent von der Steuer absetzen – das können bis zu 10 000 Euro werden. Bei Bahnfahrten ist die Pendlerpauschale auf 4500 Euro gedeckelt.

Was nicht stimmt, da die Entfernungspauschale unabhängig vom Verkehrmittel gilt. Hier ist der ÖPNV / Bahnnutzer sogar im Vorteil, denn wenn die Fahrkarte teurer ist als die Entfernungspauschale für seinen Arbeitsweg hergibt, dann darf er die höheren Kosten ansetzen. Abgesehen davon ist der Höchstbetrag nicht 10.000€, sondern 4.500€, was so ziemlich genau der Kosten einer BC100, 2. Klasse, entspricht.

Hier wäre es hilfreich, die Regelung aus dem Jahr 2018 (die seit 2004 gilt) und nicht die von 2003 zu nehmen.

Solange aber einer der umweltverträglichsten Verkehrsträger steuerlich benachteiligt wird und

Wäre mal zu hinterfragen. Das Argument mit den Steuern zieht bestenfalls dort, man man im Konkurrenz zum Inlandsflugverkehr steht. Nur darf der für die Flughafennutzung zahlen, während die Bahn ihre Infrastruktur runterwirtschaften kann und wenn sie kurz vorm Totalschaden steht, wird sie auf Kosten der Steuerzahler saniert. Die Nutzungskosten von anderen Anbietern steckt dagegen die DB ein.

weit mehr Geld in den Straßenverkehr fließt als in die Bahn, kann diese nicht aus der Krise fahren.

Auch das wäre mal genau zu hinterfragen. Hat man hier die ganzen Regionalisierungsmittel auch mit eingerechnet? Oder fallen die unter Eh-da-Kosten?


Zur Hauptfrage: Die Bahn muss keine Gewinne im Sinne einer hohen Eigenkapitalrendite machen, aber sie sollte doch kostendeckend arbeiten. Vor dem Hintergrund gehört schon hinterfragt, ob man den hintersten Bauerhof in Niederbayern oder Ostfriesland im 1-Stunden-Takt per Bahn anbinden muss.


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