auch in CH bleibt mein Reiseverhalten derselbe... (Allgemeines Forum)

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Mittwoch, 19. September 2018, 08:00 (vor 82 Tagen) @ guru61
bearbeitet von JeDi, Mittwoch, 19. September 2018, 08:01

Hallo
Seht ihr, genau diese Diskussionen sind in der Schweiz, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht nötig.
Der Gesetzgeber verlangt, und hat das Recht, es auch durchzusetzen, dass der Verkehr aus einem Guss angeboten wird. Das nennt sich "direkter Verkehr" und beinhaltet, dass in einem Transportvertrag alle auf dem Reiseweg benützten Unternehmen eingeschlossen sind.
In Deutschland ist das offensichtlich nicht der Fall:

Doch, ist es. Leider setzt der Gesetzgeber das nicht durch.

https://community.bahn.de/questions/1250158-gultigkeitsbereich-bahncard-100

Zitat:
wenn Sie eine BahnCard 100 haben, wird in Punkt 1.2.1 unserer Beförderungsbedingungen eindeutig geschrieben, dass der Start- und Zielbahnhof nicht innerhalb des Verkehrsverbundes liegen dürfen. Die BahnCard 100 ist keine Zeitkarte, die ausschließlich für Fahrten innerhalb eines Verkehrsverbundes genutzt werden kann, da hierfür ausreichend Verbundangebote zur Verfügung stehen. Es ist daher richtig, dass Sie mit der BahnCard 100 nur verbundübergreifend fahren dürfen. So haben Sie an den jeweiligen Start- und Zielbahnhöfen die entsprechende City-Ticket-Funktion. Darüber hinaus dürfen Sie mit jeder „Eisenbahn“ verbundübergreifend in Deutschland fahren, die in den Konditionen unter bahn.de aufgeführt wird. Eine Liste gibt es auch hier.

Der Streckenentfernungsanzeiger bzw. das Tarifverzeichnis (Tfv) ist kostenpflichtig und gibt es nicht über bahn.de, da diese Verzeichnisse zur Berechnung der Tarifpunkte für den Personen- und Güterverkehr bei den Eisenbahnverwaltungen/Aufgabenträgern/Bestellerorganisationen benötigt werden.

Der Railjet der ÖBB, sowie TGV der SNCF, verkehren auf der deutschen Strecke zum DB-Tarif, da es hier eine Tarifkooperation gibt (siehe Punkt 1.4 der Beförderungsbedingungen). Es gibt mitunter Eisenbahnverkehrsunternehmen, wo kein DB-Tarif angewandt wird (z. B. Thalys). /ch

Das ist mal wieder eine glatte Falschauskunft des DB-Social-Media-Teams. Im Verbundbinnenverkehr darf man die BC 100 selbstverständlich nutzen.

Und zum Preis: man motzt immer, wie teuer der Schweizer OeV ist: Die BC 100 kostet 6690 Euronen das Schweizer GA in der teuersten Version: https://www.sbb.ch/de/abos-billette/abonnemente/ga/ga-im-ueberblick.html?WT.mc_id=cpc_t...
6300 Franken. Meine Frau zahlt mit dem Duo schon 2'000 Franken weniger!
Das Verkehrsnetz umfasst aber 26'000 km.
https://www.ansiedlung-schweiz.ch/die-schweiz/verkehr-und-mobilitaet/
Eine Übersicht findet man hier:
https://www.sbb.ch/content/dam/sbb/de/pdf/abos-billette/abonnemente/ga/karte-geltungsbe...
Vergleiche man den tabellarischen Teil, mit dem von Deutschland (eine Karte habe ich leider nicht gefunden):
https://www.diebefoerderer.de/uploads/media/BahnCard_25__50__100_03.pdf
Sticht einem der Unterschied krass in die Augen.
Und wenn wir das noch kaufkraftbereinigt anschauen, dann haben wir den OeV zu Dumpingpreisen!

Aber eben nur für die Flatrate - jeder, der die nicht braucht, finanziert das sehr günstige GA quasi mit. Und ja, auf eure Partner- und Jugendermäßigungen beim GA bin ich etwas neidisch ;-)

Und etwas frage ich mich auch noch:
Wenn das Bahnnetz schrumpft:
Das Schienennetz der Eisenbahnen in Deutschland hat derzeit eine Streckenlänge von rund 38.500 km – im Bahnreform-Jahr 1994 waren es noch 44.600 km
Und in Oesterreich:
https://bahnnetz-at.jimdo.com/
Dann wird ja der Geltungsbereich der Bahncard und der Vorteilscars immer kleiner.
Da müssten logischerweise auch die Karten billiger werden.

Netzlängenvergleiche halte ich für relativ wenig zielführend, die durchschnittlichen Reiseweiten steigen aber (2017 waren wir in Deutschland bei gut 285 km im Fernverkehr und bei 22 km im Nahverkehr.

--
Weg mit dem 4744!


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