Schweizer Bahnen werden nicht kaputt gespart (Allgemeines Forum)

Bm235, Freitag, 14. September 2018, 11:24 (vor 62 Tagen) @ ThomasK

Deinen Ausführungen kann ich zustimmen.

Ich war letzte und vorletzte Woche wieder einmal in der Schweiz und muss sagen, dass - im Gegensatz zu Deutschland - wieder einmal alles tadellos funktioniert hat.

Ich auch. In einer Woche mit täglichen und teils langen Bahnfahrten mit vielen Umstiegen nur eine einzige Verspätung. Ankunft in Bern mit +10, weil der ICE zwischen Olten und Bern wegen einer Störung (ob an der Strecke oder am Zug, wurde nicht erwähnt) über die Altstrecke umgeleitet werden musste.

Vor allem plant man in der Schweiz - im Gegensatz zu Deutschland - die notwendige Redundanz gleich mit ein. Das bezieht sich auf die Gleisanlagen, die Fahrzeuge und den Fahrplan gleichermaßen.

Was mir aufgefallen ist: Auf eingleisigen Strecken kann noch nahezu an jedem Bahnhof gekreuzt werden. In Deutschland geht das wegen "schlanker Infrastruktur" ja meistens nur noch auf den Bahnhöfen, wo das planmäßig vorgesehen ist. Und bei Verspätungen überträgt sich alles auf die Gegenrichtung und auch noch auf die nächsten Züge, so dass es Stunden dauern kann, bis alles wieder im Takt ist.

Außerdem sieht man schon mit bloßem Auge, dass die Infrastruktur in der Schweiz viel gepflegter ist als bei uns. Man hat manchmal den Eindruck, als würden die Schweizer jede Strecke alle zwei Jahre neu einschottern. Und den bei uns üblichen Urwald entlang der Böschungen gibts in CH auch nicht.


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