Brenner-Seifenoper - Platter reicht's (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 12. Juni 2018, 23:23 (vor 127 Tagen)
bearbeitet von J-C, Dienstag, 12. Juni 2018, 23:28

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Ja, nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in der Alpenregion, genauer am Brenner, werden Seifenopern geschrieben. Es gab wieder ein Treffen zum Thema Brenner, der ja ein - Wortspiel! - DauerBRENNER ist. Und das seit Jahren. Auf deutscher Seite ist man bekanntlich gerade seeehr gemütlich dran, laaangsam aber sicher mal eine Trasse zu finden.

Derweil hat Tirol seit einiger Zeit Fakten geschaffen und eine Blockabfertigung eingerichtet. Ziel: Die Belastung der Menschen in Tirol, welche durch den Transitverkehr erheblich sind, eindämmen. Dafür kriegt Tirol Rückendeckung aus Wien. Norbert Hofer bekräftigte seine Unterstützung des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter, der für diese Praxis verantwortlich ist.

Und er besteht unter allen Umständen auf diese Blockabfertigung.

Das gefällt den Deutschen nicht. Herr Andreas Scheuer boykottierte den Brenner-Gipfel - eben wegen Tirols Praktiken.

Auf italienischer Seite sagte der Verkehrsminister ab - angeblich wegen der Flüchtlingskrise in Süditalien.

Nun konnte man auf deutscher Seite zumindest die bayrische Verkehrsministerin Ilse Aigner als Ersatz finden.

Dann fand das Treffen am Ende statt, doch es zeichnete sich ab, dass Günther Platter für die Blockabfertigung kritisiert wird und hätten sie gerne abgeschafft. Er hingegen besteht auf eine Fortführung dieser, die zudem EU-konform ist. Zumindest konnten die Deutschen vorweisen, dass sie die rollende Landstraße nun im Blick haben und ausbauen wollen...

In der Konsequenz hat er den Saal verlassen und sich geweigert, das Memorandum zu unterzeichnen. Es wäre ein "Verrat" nach seinen Worten.

Platter wünscht sich eine Korridormaut von München nach Verona. Er will, dass damit der Verkehr über die Brennerautobahn teurer und unattraktiver wird.

Eine Lösung für die Geschichte wäre der Brenner-Basistunnel, doch bekanntlich hapert's gewaltig am Nordzulauf. Die Deutsche Bahn kommt nur schleppend voran, die (mächtigen) Anrainer legen immer auf's neue Stolpersteine in den Weg, auf dass keine neue Infrastruktur entsteht...

Besonders rund um Rosenheim stößt man auf Widerstand. Ein alter Bekannter, das Planungsbüro Vieregg&Rössler stellte sich mal wieder im Dienst der Gegner des Nordzulaufs mit einer Studie.

Diese besagt natürlich, dass der Nordzulauf nicht sinnvoll wäre und nur für Österreich Sinn stiften würde... die Neubaustrecke über Mühldorf nach Salzburg wäre doch eh besser...

...derweil sind die Österreicher für ihren letzten Teil der Unterinntalbahn schon in der Planungsphase und können 7 Jahre vor Bayern bereits ihren Teil des Nordzulaufs auf ihrem Teilstück (von der Verknüpfung mit dem anvisierten deutschen Teil mal abgesehen, wo die Streckenführung ja noch nicht klar ist) komplett fertigstellen.

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Un poisson heureux? C'est moi, monsieur <^)))><.-''-,,-'

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