Auch ein Teil der Zubs wird leider verschwinden (Allgemeines Forum)

Colaholiker @, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12. Juni 2018, 15:21 (vor 185 Tagen) @ Aphex Twin

Die Argumentation ist dass alles was das Handyticket attraktiver macht dessen Nutzung fördert und

So weit stimme ich zu.

da ein Handyticket der Bahn mehr Informationen liefert als ein Papierticket ist dies daher ein weiterer Schritt hin zur (staatlichen) Überwachung.

Die Frage ist, mit was man das vergleicht. Vergleicht man es mit einem punktesammelnden per Kreditkarte gekauften Onlineticket sehe ich da keine zusätzlichen Überwachungsmöglichkeiten. Vergleicht man es mit einem durch eine Strohperson gekauften, bar (am besten in Münzen wegen der fehlenden Seriennummer) bezahlten Ticket aus dem personenbezogenen Verkauf, am besten noch mit einer teilweisen Indirektion durch vorherigen Kauf von Gutscheinen, die man dann anders gestückelt in anderen Reisezentren wieder einsetzen läßt, schon. Vermutlich ist allerdings ersteres Vergleichsszenario realistischer als letzteres.

Ich sehe durchaus das Problem des gläsernen Kunden und konstanter Überwachung.

In vielen Lebensbereichen sehe ich das auch kritisch. Bei der Bahn hingegen sehe ich durchaus Vorteile, wie auf den persönlichen Bedarf zugeschnittene Angebote (was will ich mit einem Sonderangebot für irgendwelche Züge in die Berge, oder Regionalverkehrszuckeltickets für ganz Deutschland?), oder auch eine bedarfsgerechtere Planung.

Ich glaube nur nicht das Kampagnen gegen Massnahmen die das Handyticket attraktiver machen der richtige Ansatz sind. Nachteile des technischen Fortschritts dadurch zu bekämpfen dass man sich grundsätzlich gegen jede Änderung des Status Quo lehnt ist Defätismus. Es ist ein Weltbild das davon ausgeht dass es nur die Wahl zwischen Stillstand und Niedergang gibt. Anstelle zu versuchen etwas zu verbessern solle man lieber aufgeben und sich darauf beschränken jede Veränderung zu bekämpfen da eine Verbesserung nicht möglich sei.

Und da wären wir wieder bei der Zustimmung. ;-)
Ganz davon abgesehen, daß die gewonnenen Daten beim "Kom-fort-Checkin" sich kaum gegenüber denen unterscheiden, die anfallen, wenn das Zugpersonal ein Handyticket scannt.

Das neue Feature einfach nur als Firlefanz sehende Grüße
der Colaholiker

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