Auch ein Teil der Zubs wird leider verschwinden (Allgemeines Forum)

Aphex Twin, Dienstag, 12. Juni 2018, 15:10 (vor 66 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von Aphex Twin, Dienstag, 12. Juni 2018, 15:12

Und was Handy-Neukunden mit dem Personalausweis zu tun haben in diesem Zusammenhang sehe ich nicht ganz. Jede Beauftragung von Telefonie, egal ob Festnetz oder Mobilfunk, dem ich seit 1997 beigewohnt habe, war stets mit einer Identifizierung des Auftraggebers verbunden. (Wie es beim Telefonanschluß unserer ersten Wohnng war, kann ich nicht sagen, der wurde vor meiner Zeit beantragt.) Ist ja durchaus sinnvoll, um im Mißbrauchsfall (Stalking-Anrufe, Böswillige Anrufe bei Notrufnummern) wissen zu können, wessen Telefon das ist. Ebenso dürften, zumindest bei nicht-prepaid-Angeboten, die Anbieter durchaus ein berechtigtes Interesse haben, zu wissen, wer ihr Vertragspartner ist, um finanzielle Forderungen durchsetzen zu können.
Was eine Erfassung von Nutzungsdaten, die über die notwendige Erfassung zur Abrechnung hinaus geht (Datensatz beispielsweise Telefonat geführt am/um, Dauer, angewendeter Tarif), oder gar die Erfassung von Inhalten angeht, ist das ein völlig anderes Blatt Papier.

Neben Reduzierung der Arbeitswerte kann KCI deshalb auch zu einer Freiheitsreduzierung führen.


Auch hier erschließt sich mir nicht ganz, wie das die Freiheit reduziert...

Die Argumentation ist dass alles was das Handyticket attraktiver macht dessen Nutzung fördert und da ein Handyticket der Bahn mehr Informationen liefert als ein Papierticket ist dies daher ein weiterer Schritt hin zur (staatlichen) Überwachung.

Ich sehe durchaus das Problem des gläsernen Kunden und konstanter Überwachung. Ich glaube nur nicht das Kampagnen gegen Massnahmen die das Handyticket attraktiver machen der richtige Ansatz sind. Nachteile des technischen Fortschritts dadurch zu bekämpfen dass man sich grundsätzlich gegen jede Änderung des Status Quo lehnt ist Defätismus. Es ist ein Weltbild das davon ausgeht dass es nur die Wahl zwischen Stillstand und Niedergang gibt. Anstelle zu versuchen etwas zu verbessern solle man lieber aufgeben und sich darauf beschränken jede Veränderung zu bekämpfen da eine Verbesserung nicht möglich sei.


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