(SPON) Schnellfahr-Offensive der Bahn erfolglos (Allgemeines Forum)

worfie, Samstag, 14. April 2018, 14:27 (vor 98 Tagen) @ Frecciarossa

Du hast es nicht verstanden. Wenn ein Zug bereits verspätet ist, fährt er sowieso so schell er kann. Es ging bei diesem Versuch darum, auch pünktliche Züge so schnell wie möglich fahren zu lassen, um einen Puffer für eventuell später auftretende Verzögerungen aufzubauen.

Vermutlich weil diese Logik für viele schwer begreifbar ist. Gesunder Bahnverkehr lebt nicht davon, dass ein Zug so schnell wie möglich irgendwo ist, sondern möglichst genau zu dem Zeitpunkt an dem Ort, wo er für eben jenen Zeitpunkt geplant ist.
Zu schnell ankommen bringt im Endeffekt dann auch nichts, wenn irgendwo ein Knotenpunkt mit Engpässen ist, auf dem das Einfahrtsgleis dann noch besetzt ist. Außerdem muss der Puffer ja für jeden Halt neu eingefahren werden, schliesslich kann man auch nicht einfach vor Planabfahrtszeit losfahren.

Aber wieviel Puffer will man überhaupt noch haben? Man sollte nur mal einen Blick auf die Fahrtzeiten für z.B. Hannover - Kassel heutzutage und vor 20 Jahren werfen. Oder die Fahrtzeit zwischen Hamburg und Berlin heute und damals nach der Streckensanierung, mit der groß in den Medien geworben wurde. Trotz wesentlich längerer Fahrtzeit sind die Züge auf der Strecke zumindest solange ich dort gewohnt habe, notorisch verspätet gewesen.


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