Insellösung ist auch für Thüringen schlecht (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Freitag, 16. März 2018, 12:37 (vor 221 Tagen) @ flierfy

Dagegen sind alle Nahverkehrszüge (außer den 612er) auf 55 cm optimiert.

Das hat aber in erster Linie den Grund, dass diese Fahrzeuge Flachbahnsteige bedienen müssen. Solange es Flachbahnsteige gibt, ist es geboten, fahrzeugseitig auf eine Zwischenhöhe zu setzen. Nur bahnsteigseitig war und ist die Zwischenhöhe nicht Ziel-führend.

Bahnsteige mit weniger als 55 cm wird es wohl noch in 50 Jahren geben, bei der Geschwindigkeit, mit der hier saniert wird. So gesehen ist 55 cm vielleicht doch eher zukunftsträchtig als 76 cm.
Davon ab hat man ja auch noch Regionen wo RegioTrams zum Einsatz kommen, wie rund um Kassel. Dort ist 38 cm die beste Wahl für die Barrierefreiheit.
Siehe neulich bei extra3. ;-)


Sollten die IC2 auf die Saalbahn kommen, hat man in Saalfeld dann keinen barrierefreien Übergang, da die ja zu hoch sind (76 cm).

Den haben sie aber auch in Bamberg, Nürnberg und vielen anderen Halte der Linie nicht. Die IC2 sind nicht nur in Hisischt auf Stufenfeiheit eine sehr schlechte Wahl.


So gesehen machen 76 cm nur in Eisenach, Gotha und Erfurt Sinn. Ironischerweise hat man bei der Sanierung der Bahnsteige in Eisenach, Gotha und Weimar in den 1990er diese ausgerechnet mit 55 cm neu gebaut. Auch Jena Paradies wurde 2006/2007 mit 55 cm eingeweiht trotz ICE-Haltes. Das macht ja die Sache mit Saalfeld so absurd in meinen Augen.

Und wie soll eine RE Halle-Kassel stufenfrei werden, wenn er in Kassel-Wilhelmshöhe die gleichen Bahnsteige wie der ICE benutzt?

Man könnte ja in Wilhelmshöhe und Halle (Saale) Hbf auf das Erfurter Modell setzen und Bahnsteige mit beiden Höhen in einem Bahnhof nutzen.


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