55 & 76 cm sind zu niedrig (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 14. März 2018, 22:49 (vor 275 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von 218 466-1, Mittwoch, 14. März 2018, 22:50

Der IC2 spielt hierzuorte ja gottseidank keine Rolle. Aber bei den Regio-Zweietagenschaukeln ist es auch nur der Steuerwagen, bei dem nach unten eingestiegen wird, sonst über den Drehgestellen.

Nicht alle. Der Rote IC2 ist durchgängig auf 55cm ausgelegt. In München und entlang der NIM kommt man da nirgends barrierefrei rein.

Satteln wir das Pferd mal von der anderen Seite:
Erst mal ist es wichtig, daß Bahnsteig- und Wagenhöhe zusammen passen. Ich denke, da ist man sich einig.
Bleibt die Frage, auf welche der Höhen man sich einigt. Der einzige Vorteil, den ich für 55 cm sehe, st der stufenlose Einstieg in die (zahlenmäßig zumindest hier anteilig ) wenigen Doppelschwank-Steuerwagen.
Der Vorteil von 76 cm ist da schon deutlicher - man hat mehr Platz für die Technik und -hallo Fahrkomfort- größere Räder. Wenn man dann überlegt, daß der deutlich größere Teil des Bahnverkehrs in Deutschland gottseidank eben nicht auf zwei Etagen stattfindet (im FV ausschließlich die IC2, im Regionalverkehr etwas mehr, aber auch da fährt genug einstöckiges rum, sei es überall wo Triebwagen dieseln, oder wo Hamster/Möpse/Grinsekatzen durch die Lande rollen.

Aber 76cm erfordert halt innen auch schon Stufen an den Drehgestellen.
x-Wagen mit 96cm sind bereits nur aufgrund kleinerer Räder 100% barrierefrei
Für ICE bräuchte es ca. 120cm dafür.


Bleibt als Problematik eigentlich nur der Doppelschwankwagen übrig. Der Großteil der Fahrgäste steigt auch vom 76er Bahnsteig ein und verteilt sich dann über drei bis vier Stufen nach oben und unten, denen ist es also egal. Bleibt also die Frage, was macht man mit denen, die es eben nicht können - Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwagen, Fahrrädern, ... dabei ist das Problem eigentlich gar keins. Ein einstöckiger Steuerwagen, 2/3 Mehrzweck/PRM-Bereich, 1/3 1. Klasse, und fertig is die Laube. Damit ist man als Erstklassreisender auch nicht mehr auf Spucktüten angewiesen. So viele Fliegen mit einer Klappe, das gilt schon als Massenmord, oder? ;-)

Kamelbuckelzüge waren bis zuletzt ganz normal rund um München. ;)

Noch einen weiteren Standard einzuführen halte ich für begrenzt sinnvoll.

Wenn man aber alle anderen Standards abschafft, passt es.

Letztlich ist es aber möglich, das Bahnsteighöhenchaos in den Griff zu kriegen. Im U-Bahn-Netz in Frankfurt gab es früher auch verschiedene Bahnsteig- und sogar Fahrzeugbodenhöhen. (Historisch bedingt, da es auf einigen Strecken Mischverkehr zwischen Stadtbahnwagen und EBO-Güterwagen mit entsprechend größerem Lichtraumprofil gab). Ich möchte die Details jetzt nicht reiterieren, aber mittlerweile hat man es geschafft, alles einheitlich umzubauen. Es sollte also auch im Eisenbahnbereich möglich sein, natürlich aufgrund des größeren Netzes und der höheren Anzahl von Fahrzeugen und Bahnsteigen bei höheren Kosten und Zeitaufwand.

Hohe Bahnsteige aufgrund des lustigeren Anblicks wenn Bahnsteigradler beim Ausweichen über die Kante ins Gleis fallen bevorzugende Grüße
der Colaholiker

Oder man passt die Züge an mit Multilevel Türen, hoch und tief. Also dann genau auf 55cm und 76cm bzw. 120cm statt DB & Co Dosto-zeug, das nirgends so richtig passt.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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