55 & 76 cm sind zu niedrig (Allgemeines Forum)

agw @, NRW, Mittwoch, 14. März 2018, 09:23 (vor 125 Tagen) @ ALR997

Für 120 cm (was ich durchaus reizvoll finde) wäre es ohnehin notwendig, praktisch alle Personenzüge zu ersetzen. Und die Güterwagen kann man ja auch entsprechend neu beschaffen. Oder man baut die Bahnsteige weiter vom Gleis weg, so dass man breitere Personenzüge einsetzen könnte. Dann wäre den Gz auch geholfen.

Wenn man sich ohnehin in Gedankenspielen austobt...

Wenn man langfristig (>30 Jahre) denkt, ist es tatsächlich nicht relevant, welche Wagen derzeit auf den Gleisen stehen.

Ein Problem gibt es nur, wenn man sich auf eine Zielhöhe einigt und dann lustig weiter Wagen für andere Höhen gekauft werden. Dann ist man immer 30 Jahre weg vom Ziel.

Die Diskussion gab es ja schon tausend mal und man dreht sicher immer wieder im Kreis:
- Für Güterstrecken 76cm oder weniger
- Für echte S-Bahnen aber gerne 96cm
- Für Regiotrams gerne 38cm bzw 55cm als Kompromiss
- Für reine Dieselnetze gerne 55cm
- Für Regelhalte aber nicht mehr als 20cm Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Einstieg
- Für Dosto besser 55cm, aber 76cm geht auch und nicht jeder Wagen muss ein Dosto sein
- FV will 76 ohne in den nächsten 40 Jahren passende Einstiege dafür im HGV zu haben
- FV mit 55cm UND 76cm Einstiegen in einigen Wagen auch im HGV technisch möglich

Die Lösung für Deutschland wäre eigentlich einfach gewesen:
-bundesweite Züge müssen neu mit 55cm UND 76cm-Einstiegen bestellt werden
-die Länder regeln die Bahnsteighöhe selber, da sie ja auch den NV und deren Züge beauftragen, wobei Interregio- und FV-Bahnsteige 55cm oder 76cm sein müssen

Übrigens halte ich das Argument "Bahnsteige baut man für 100 Jahre" nicht für schlüssig. Die Billig-Bahnsteige, die man heute in die Gegend setzt, lösen sich schon nach 15 Jahren langsam auf (Fertigbetonteile zerbröseln oder werden durch Planzenbewuchs zerstört).


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