Frühling zwischen Südtirol und Aostatal - Fortsetzung (Reiseberichte)

TD ⌂ @, Dienstag, 13. März 2018, 17:34 (vor 190 Tagen) @ TD

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Doch nun zurück an den Bahnhof. Der Bahnhof Trient wurde 1859 eröffnet, damals von Österreich-Ungarn. Zwischen 1932 und 1936 wurde er in einem italienischen Stil umgestaltet. Der Bahnhof liegt an der Brennerlinie, außerdem zweigt hier die Bahnstrecke Trient-Venedig ab.

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Und genau auf jene Strecke in Richtung Venedig haben wir es diesmal abgesehen. Die sogenannte Valsuganabahn ist eine eingleisige Nebenbahn, sie ist auf dem Abschnitt von Trient nach Bassano del Grappa nicht elektrifiziert. Es verkehrt ein Minuetto-Triebzug.

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Wir hatten auf dieser Reise großes Wetterglück und fast durchgehend herrlich-sonniges Frühlingswetter – nur nicht an diesem Nachmittag. Wir fahren nun in ein Gewitter, so dass ich von der Fahrt auf der Valsuganabahn nur bescheidene Streckenbilder habe. Schon im Stadtgebiet von Trient gewinnt die Strecke an Höhe und windet sich durch einen Kehrtunnel hinauf in das Valsugana / Suganertal.

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Weiter führt die Strecke am Ufer des Lago di Caldonazzo. Hier im oberen Valsugana liegt auch der Scheitelpunkt der Strecke, anschließend geht es hinab nach Venetien.

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Wo heute für den Reisenden unbemerkt die Grenze zwischen zwei Regionen liegt, war bis 1918 die Grenze von Österreich zu Italien. Leider habe ich vom ehemaligen Grenzbahnhof Primolano kein vorzeigbares Bild, hier sind wir schon eine Station weiter in Cismon del Grappa. Die Bahnstrecke folgt nun dem Fluss Brenta durch ein enges Tal zwischen hoch aufragenden Felsen der südlichen Dolomiten. Der Namenszusatz Grappa stammt von einem Gebirgsstock der Region. Landschaftlich ist die Strecke überaus reizvoll und abwechslungsreich, die sollte ich nochmals für besseres Wetter vormerken.

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Durchgehende Züge von Trient bis Venedig gibt es nicht, die Verbindungen sind in Bassano del Grappa gebrochen. Nach knapp 100 Kilometern und gut 2 Stunden Fahrzeit ist damit auch unsere heutige Endstation erreicht, denn wir haben in Bassano del Grappa eine Zwischenübernachtung eingeplant. Hier sind wir schon am Hauptplatz Piazza della Libertà angekommen. Auch wenn es hier zahlreiche Grappa-Brennereien gibt, so geht der Name der Stadt ebenfalls auf den Monte Grappa zurück.

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Bekanntestes Bauwerk von Bassano del Grappa ist die Holzbrücke Ponte Vecchio über den Fluss Brenta. Der Ursprungsbau aus der Renaissance wurde mehrfach zerstört und stets wieder nach dem historischen Vorbild aufgebaut.

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So, jetzt sind wir nass genug, dann beenden wir mit der spätbarocken Querkirche San Giovanni Battista unseren Stadtrundgang und damit auch diesen Berichtsteil. In den nächsten Tagen folgt der fünfte Teil, da gibt es zur Abwechslung wieder mal Fernverkehr und wir machen zwischen Vicenza und Turin richtig Kilometer, bevor es dann hinauf geht ins Aostatal.

Viele Grüße

Tobias

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