Und was wäre die Alternative? (Allgemeines Forum)

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 13. März 2018, 16:18 (vor 275 Tagen) @ flierfy

Hoi,

Ausserdem gilt für diese Strecke das Gleiche wie für alle Mischverkehrsstrecken. Umso weniger Güterzüge verkehren, umso schneller können Personenzüge fahren und umgekehrt. Heisst nichts anderes als, dass die verengten Zuläufe dem schnellen SPV anfänglich viel Spielraum lassen, die Höchstgeschwindigkeiten auszufahren und durch die so verkürzten Reisezeiten weiteren Nutzen zu stiften.

Und wenn die Güterzüge dann doch mal kommen, verlangsamt man die Schnellzüge dann? Meinst du, das wird dann einfach so widerstandslos gehen? Da erscheint es mir intelligenter, die Kapazitäten im Tunnel von Anfang an für jede Verkehrsart verbindlich zu verteilen.

Der Unterschied bei der Geschwindigkeit macht sowieso so gut wie nichts aus. Im 57 km langen Gotthard-Basistunnel beträgt der Unterschied 250 km/h zu 200 km/h gerade mal vier Minuten. Ob man nun von Zürich nach Mailand vier Minuten schneller oder langsamer ist, spielt beim Nutzen keinerlei Rolle.
Der 55 km lange Brenner-Basistunnel erreicht da dieselben Werte bezüglich Fahrzeitunterschied und auf einer Strecke von München nach Verona fallen vier Minuten noch weniger auf.

Der Unterschied zwischen Brenner und Gotthard ist wohl einfach, dass im Brenner vermutlich kein Halbstundentakt gefahren werden wird. Wenn nur einmal pro Stunde ein Personenzug fährt, dann kann der auch problemlos mit 250 km/h da durchfahren und es bleibt noch genug Kapazität für Güterzüge.
Im Gotthard bremst sich der Personenverkehr eigentlich selbst aus, indem er häufiger fährt. In der Schweiz ist uns einfach dichterer Takt wichtiger als diese vier Minuten schneller zu sein. Solang die ITF-Knoten trotzdem wie geplant erreicht werden, ist das absolut in Ordnung.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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