Und was wäre die Alternative? (Allgemeines Forum)

flierfy, Dienstag, 13. März 2018, 14:56 (vor 157 Tagen) @ J-C

Vor allem der weit gediehene Bau des 64 Kilometer langen Brenner-Basistunnels zwischen Innsbruck und dem Südtiroler Franzensfeste ist ein zehn Milliarden schwerer Schildbürgerstreich. Denn um die Kapazitäten des Tunnels, der laut der Errichtungsgesellschaft BBT-SE in neun Jahren fertiggestellt sein soll, nutzen zu können, bräuchte es funktionierende "Zulaufstrecken" in Deutschland und Italien. Bei seiner Recherche kam Herics zur Erkenntnis, dass sich genau hier aber wenig bis gar nichts rührt: "Es gibt in Deutschland und teilweise in Italien weder konkrete Trassenplanungen noch Kostenschätzungen. Wir haben an vielen Stellen gefragt und sind nirgendwo fündig geworden."

Der Tunnel wird für Jahrhunderte im Betrieb sein. Wenn man dessen Kapazitäten in den ersten ein, zwei Jahrzehnten nicht vollständig nutzen können wird, ist es deswegen kein Schildbürgerstreich. Um mehr Kapazitäten durch die Alpen zu bekommen, muss man an irgendeiner Stelle anfangen. Zuerst den Basistunnel zu bauen, ist in jedem Fall zielführender als mit den Zulaufstrecken zu beginnen. Letztere werden im Laufe der Zeit schon kommen.

Ausserdem gilt für diese Strecke das Gleiche wie für alle Mischverkehrsstrecken. Umso weniger Güterzüge verkehren, umso schneller können Personenzüge fahren und umgekehrt. Heisst nichts anderes als, dass die verengten Zuläufe dem schnellen SPV anfänglich viel Spielraum lassen, die Höchstgeschwindigkeiten auszufahren und durch die so verkürzten Reisezeiten weiteren Nutzen zu stiften.


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