Prioritäten, Umweltaspekte, Gründe (Allgemeines Forum)

Proeter @, Sonntag, 11. Februar 2018, 10:43 (vor 185 Tagen) @ Nightflight
bearbeitet von Proeter, Sonntag, 11. Februar 2018, 10:45

Also Kurzzusammenfassung: weil es aufwändiger ist, als an anderen Stellen des Netzes und damit teurer wird es nicht gemacht...
Das ist doch nicht euer Ernst!

Im Grunde: Doch. Denn es gibt genug andere Stellen im Netz, bei denen das ganze (zumindest bei oberflächlicher Betrachtung) einfacher und dennoch dringend geboten ist (z.B. Sachsen-Franken-Magistrale).
Es ist doch durchaus legitim, erst einmal mit dem einfacheren und billigeren zu beginnen, wenn ich nicht alles gleichzeitig machen kann.

Entweder man will die Bahn als das innovative, schnelle und Umweltfreundliche Verkehrsmittel oder man kann dort gleich eine Straße mit Radweg hinzimmern. Das ist dann auch nicht mehr so viel Unterschied dazu, wie derzeit mit den Dieselloks durchs Wattenmeer zu fahren.

Dieselloks verursachen im Wattenmeer wesentlich geringeren gesundheitlichen Schaden als z.B. in Innenstädten.
Außerdem ist die Tatsache, dass der Hindenburgdamm nicht längst in eine Straße umgebaut wurde, nicht den lokalen Emissionen während der Überfahrt geschuldet, sondern dient vielmehr der Verknappung des Autoverkehrs auf der/die Insel und der gleichzeitigen, maximalen Abschöpfung der (reichlich vorhandenen) Zahlungsbereitschaft der Besuchswilligen.

Darüber hinaus ist die Marschbahn doch sowohl für Pendler als auch Touristen hinsichtlich Traktion und Geschwindigkeit eine der am schlechtesten ausgebauten Strecken in Deutschland.

Welchen Reisenden (außer Eisenbahnfans) interessiert die Traktionsart? Höchstens dann, wenn es einen Zusammenhang zur Geschwindigkeit gäbe. Den gibt es meines Wissens nur in folgenden Fällen (bitte helft mir ggf.):
1.) Es gibt kein Dieselfahrzeug mit v.max > 200 km/h (hier irrelevant)
2.) Dieselfahrzeuge erreichen bei großen Steigungen nicht die zulässige Streckengeschwindigkeit (z.B. Geislinger Steige, hier aber irrelevant)
3.) Bei sehr kurzen Halteabständen (S-Bahn) fällt die geringere Beschleunigung ins Gewicht (hier irrelevant)
4.) Umspannen kostet Zeit (hier teilw. relevant, allerdings ist fraglich, ob die Haltezeit in Hamburg wirklich auf 2 Minuten reduziert würde, wenn man elektrisch durchfahren könnte. Außerdem beträfe dies nur den geringen Teil der Fahrgäste, die durch Hamburg hindurchfahren.)

Was würde sich also ändern, wenn man elektrisch bis Sylt fahren könnte?

In dem Sinne: Doch bitte endlich mal ordentlich Geld in die Hand nehmen,damit man hier bahntechnisch auch endlich auf der Höhe der Zeit ankommt

Solange noch immer ganze Linien vollständig (oder großenteils, und das auch auf mehreren 100 km am Stück) mit Diesel unter Fahrdraht gefahren werden, kann der Bedarf auf der Marschbahn nicht so hoch sein. Erstmal sollte man dort elektrisch fahren, wo die Oberleitung auch da ist.
Und dort, wo man komplett mit Diesel fährt, weil nur auf einem Teil die OL fehlt, da wären Akkus die richtige Lösung (Elektromobilität lässt grüßen).


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum