Alkoholkonsum in Deutschland ist rückläufig (Allgemeines Forum)

Aphex Twin, Freitag, 12. Januar 2018, 17:15 (vor 185 Tagen) @ Henrik

Vergleiche den Anteil der Bevölkerung die nicht rauchen mit denen die keinen Alkohol trinken. Es gibt viel mehr Nichtraucher als Nichttrinker.


In Deutschland rauchen laut der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ ca. 30 Prozent der Erwachsenen, das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen.

sind einiges mehr als die o.g. Anzahl der Trinker.

Ich habe Leute die nie Alkohol trinken mit der Anzahl der Leute die nie rauchen verglichen. Laut deinem Zitat rauchen 70% der Bevölkerung nicht. Willst Du mir weismachen, dass 70% der Bevölkerung Alkoholabstinenz über?

Nikotinkonsum ist in der westlichen Welt über die letzten Jahrzehnten relativ stetig zurückgegangen. Alkoholkonsum dagegen kaum.


ersteres ebenso eher kaum (gewiss, jeder noch so kleiner Rückgang is gut)

Ich finde folgende Zahlen sehr bedeutsam:
"Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ist die Zahl der Raucher deutlicher zurückgegangen: 9,7 Prozent dieser Gruppe rauchen regelmäßig Zigaretten oder andere Tabakprodukte. Im Jahr 2001 lag ihr Anteil dem Bericht zufolge noch bei 28 Prozent." Zeit
Und wir wissen das Nikotinabhängig general umso stärker ist, je früher jemand anfängt zu rauchen.

Tatsächlich ist der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland seit 40 Jahren rückläufig, [...] Mitte der siebziger Jahre trank der Durchschnittsdeutsche noch 15 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Heute sind es weniger als zehn Liter. Auch die Wiedervereinigung mit der DDR und die Erfindung des Alcopops konnten die Ausnüchterung Deutschlands nicht bremsen. Unter den 18- bis 25-Jährigen sinkt zudem der "regelmäßige Konsum": Mitte der Siebziger war es für diese Altersgruppe üblich, mindestens einmal pro Woche zu trinken, 70 Prozent machten das. Seitdem hat sich dieser Anteil auf 35 Prozent halbiert.

Das Problem beim Alkoholkonsum ist es so viele verschiedene Benchmarks gibt:
- Anteil Abstinenzler
- Durchschnittlicher Konsum pro Person
- Anteil regelmässiger Konsumenten (z.B. diese oben aufgeführte mindestens einmal pro Woche)
- Anzahl von "Komasäufern"
- Anzahl von Abhängigen

Beim Nikotinkonsum geht es dagegen hauptsächlich nur um abhängig/regelmässig, die Gelegenheitsraucher machen nur einen kleinen Anteil aus.

Der Unterschied ist auch, dass Maßnahmen gegen Passivrauchen extrem effektiv sein können. Maßnahmen gegen die Schäden die Alkoholkonsum anrichtet sind im Vergleich dazu schwieriger und indirekter.


ganz und gar nicht, s.o.
insbesondere dort wo gewaltige Schäden durch Alkoholkonsum angerichtet wurden, hat man Präventivmaßnahmen aufgefahren - mit stets sehr großem Erfolg, s.o.

Die Massnahmen sind aber komplexer und indirekter. Du kannst vorschreiben das im Bereich A nicht mehr geraucht wird (Innenräume) und die Gefahr durch Passivrauch wird direkt geringer. Du kannst nicht vorschreiben, dass im Bereich A niemand mehr betrunken sein darf. D.h. nicht das man nicht grossen Erfolg haben kann, aber die Massnahmen und Erfolge sind anders als beim Passivrauch.

Die Club, Kneipenkultur is weg. Party gemacht wird in privaten Räumen oder draußen. Könnte man durchaus als Schaden ansehen..

Pfff, wirklich? Clubs und Kneipen haben seit dem Rauchverbot massiv an Kunden verloren?


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