Alkoholkonsum in Deutschland ist rückläufig (Allgemeines Forum)

Henrik @, Freitag, 12. Januar 2018, 16:41 (vor 339 Tagen) @ Aphex Twin

Der faktische Schaden der alkoholtrinkenden Bevölkerung an nicht-Trinker liegt im Milliardenbereich,
nicht ohne Grund gibts das Alkoholverbot in vielen Zügen des Nahverkehrs & im ÖPNV

https://www.welt.de/politik/deutschland/article155886492/Unfaelle-und-Delikte-unter-Alk...

9,5 Mio. Menschen in Deutschland konsumieren Alkohol in gesundheitlich riskanter Form.

https://www.drogenbeauftragte.de/themen/suchtstoffe-und-abhaengigkeiten/alkohol/situati...

Mein Punkt bezog sich auf die Prohibition, die in Bezug auf Nikotin eher möglich wäre als in Bezug auf Alkohol. Ganz einfach weil der Suchtaspekt bei einem viel grösseren Anteil von Rauchern eine Rolle spielt als bei Personen die Alkohol konsumieren.

Der reine Suchtaspekt ist der Prohibition völlig egal, siehe Kiffen/Hanf.

Vergleiche den Anteil der Bevölkerung die nicht rauchen mit denen die keinen Alkohol trinken. Es gibt viel mehr Nichtraucher als Nichttrinker.

In Deutschland rauchen laut der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS1)“ ca. 30 Prozent der Erwachsenen, das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen.

sind einiges mehr als die o.g. Anzahl der Trinker.

Nikotinkonsum ist in der westlichen Welt über die letzten Jahrzehnten relativ stetig zurückgegangen. Alkoholkonsum dagegen kaum.

ersteres ebenso eher kaum (gewiss, jeder noch so kleiner Rückgang is gut)

Tatsächlich ist der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland seit 40 Jahren rückläufig, [...] Mitte der siebziger Jahre trank der Durchschnittsdeutsche noch 15 Liter reinen Alkohol pro Jahr. Heute sind es weniger als zehn Liter. Auch die Wiedervereinigung mit der DDR und die Erfindung des Alcopops konnten die Ausnüchterung Deutschlands nicht bremsen. Unter den 18- bis 25-Jährigen sinkt zudem der "regelmäßige Konsum": Mitte der Siebziger war es für diese Altersgruppe üblich, mindestens einmal pro Woche zu trinken, 70 Prozent machten das. Seitdem hat sich dieser Anteil auf 35 Prozent halbiert.

Der Alkoholkonsum in Deutschland ist rückläufig

Jugendliche trinken so wenig wie seit den 1970ern nicht mehr
Alkohol wird unter jungen Menschen uncooler. Auch das Alter, in dem erstmals Bier, Wein und Härteres probiert wird, steigt.

http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2017-05/alkohol-verliert-wert-jugendliche-umfrage

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/75813/Alkoholkonsum-junger-Menschen-ruecklaeufig

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/alkoholkonsum-bei-jugendlichen-komasaufen-w...

https://www.tagesschau.de/inland/jugendliche-alkohol-105.html

Der Unterschied ist auch, dass Maßnahmen gegen Passivrauchen extrem effektiv sein können. Maßnahmen gegen die Schäden die Alkoholkonsum anrichtet sind im Vergleich dazu schwieriger und indirekter.

ganz und gar nicht, s.o.
insbesondere dort wo gewaltige Schäden durch Alkoholkonsum angerichtet wurden, hat man Präventivmaßnahmen aufgefahren - mit stets sehr großem Erfolg, s.o.

Aber natürlich ist der Begriff Prohibition für die diskutierten Massnahmen völlig fehl am Platz. Es liegt ein gewaltiger Unterschied zwischen Regulierung und Aufklärungskampagnen und einem totalen Verbot. Die Benutzung des Wortes Prohibition beinhaltet auch immer den Aspekt, dass eine solche in der Praxis nicht umsetzbar sei und möglicherweise sogar mehr Schaden als Nutzen anrichtete. Beides trifft auf Rauchverbote in vielen öffentlichen und halb-öffentlichen Räumen nicht zu. Restaurants, Kneipen, öffentlicher Verkehr, Büros usw. sind nahezu rauchfrei ohne dass dadurch irgendein anderer bedeutender Schaden entstanden ist.

das kann man auch genau anders sehen.
Rauchverbot bei Großveranstaltungen? nahezu nicht umsetzbar.
Die Club, Kneipenkultur is weg. Party gemacht wird in privaten Räumen oder draußen. Könnte man durchaus als Schaden ansehen..

was sollte an Sex an sich schädlich sein?
scheint eher, dass so einige Leute eher zu wenig Sex haben / gar keinen / schlechten.. frustriert, unentspannt.
Sex wäre hier also auf gleichen Seite wie Sport /Bewegung anzusetzen,
entsprechende Kampangen gibts ja.

Um Deinen Faden (in Bezug auf Alkohol) hier weiterzuspinnen, richtet Sex auch bedeutenden Schaden an (sexueller Missbrauch, all die negativen Aspekte von Prostitution).

der Sex an sich ist es aber nicht, sondern die dort dahinter stehende Gewalt (größtenteils unter Alkoholkonsum^^),
oder eben grade zu wenig Sex (Prostitution).
einvernehmlicher Sex an sich hat nichts schädliches, ganz im Gegensatz zu Alkohol oder Nikotin.

Und verglichen mit Alkoholkonsum (der in manchen öffentlichen Räumen verboten ist) ist Sex in der Öffentlichkeit normalerweise auch nicht erlaubt.

grundsätzlich verboten ist es nicht.


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