"Zügigste Reisemöglichkeit" – auf welcher Basis? (Allgemeines Forum)

musicus @, MH/EPD/NZA/XAWIE, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 13:26 (vor 8 Tagen) @ SEE 238

Dann ist auch das noch von den FGR-Regelungen abgedeckt, mindestens solange der Gesamtreiseweg bepreisbar bleibt und der "Umweg" die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellt.

Auf welche Regelung gründet sich diese Aussage?

In der Form auf keine. Den vorhergehenden post hatte ich allerdings so verstanden, dass es Southwest Chief primär um eine schnelle Ankunft ging und die Minimierung der Verspätung in seinem Fall den Umweg erst bedingte. Wohl auch um die hier zwischen DB und Kunden konvergierenden Interessen abzudecken, ist das Befahren von Umwegstrecken erlaubt. Der vorliegende Fall unterstreicht diesen Passus, so dass ich mich zu dieser - zugegebenermaßen juristisch nicht ganz sauberen - Formulierung habe hinreißen lassen.

Ich frage deshalb, weil ich mit dieser Thematik auch schon konfrontiert war und leider auch schon Falschinformationen von der DB veröffentlicht wurden, die nicht den geltenden Fahrgastrechten entsprechen.

Das ist ja nix Neues.

So decken die Fahrgastrechte ab, dass ab >60 Minuten Verspätung am Zielbahnhof die Reise auch zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgastes fortgesetzt werden kann. Damit sind auch Umwege abgedeckt, die nicht die zügigste Reisemöglichkeit zum Ziel darstellen.

Richtig.

Weiterhin gibt es bekanntlich die 20-Minuten-Regelung der DB. In deren FAQ heißt es dazu...

Zu DB-FAQ äußere ich mich jetzt mal nicht, die sind aller Erfahrung nach noch nachlässiger bzw. schwammiger zusammengebastelt, als die BB.

Dann sollte dem Fahrgast schon die Möglichkeit gegeben sein, auch eine andere als die nächstmögliche Reisemöglichkeit zu nutzen – auch, um den Flexibilitätsnachteil gegenüber dem Auto möglichst gering zu halten.

Der Fahrgast hat diese Möglichkeit durchaus. Das Auto ist für diese Debatte unbedeutend.


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