Was tun bei inkompetentem Zugbegleiter? (Allgemeines Forum)

Merry Mary @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 20:29 (vor 7 Tagen)

Liebe Wissende,

nach einer sehr unerfreulichen Bahnfahrt am Wochenende würden mich eure Meinungen zu folgendem Sachverhalt interessieren:

Ich wollte Sonntag von NDS nach RLP fahren. Wegen der Streckensperrung zwischen Remagen und Andernach bin ich allerdings mit fünf Stunden Verspätung nachts um halb zwei in Koblenz gestrandet, wo ich mir ein Hotelzimmer gesucht habe, um morgens weiterzufahren. Das Personal im verspäteten Zug hatte keine Taxi-/Hotelgutscheine mehr - ärgerlich, bei einem voll besetzten IC aber für mich verständlich. - So weit, so schlecht.

Der eigentliche Ärger kam allerdings morgens im RE von Koblenz aus, wo der Zugbegleiter meine Flexpreis(!)-Fahrkarte für ungültig erklärt hat, weil sie nur an dem unter "Fahrtantritt am" genannten Datum gültig sei. Mein Hinweis auf die Gültigkeitsdauer von zwei Tagen wurde einfach ignoriert. "Nein. Die Fahrkarte ist ungültig. Zeigen Sie mir Ihren Ausweis, oder ich rufe die Polizei."
Außerdem wurde meine weitere Schilderung lautstark vor dem gesamten Wagen als Lügen bezeichnet: "Wenn Sie wirklich nicht mehr weitergekommen wären, hätten Sie auf alle Fälle einen Gutschein bekommen. Wenn er keine mehr gehabt hätte, hätte der Zugbegleiter einen Kollegen gefragt, im Fernverkehr sind immer 4 bis 5 an Bord" - und die können Gutscheine herbeizaubern? "Wenn Sie wirklich fünf Stunden Verspätung gehabt hätten, hätte der Zugbegleiter das bestätigt und nicht nur >120 Minuten auf dem Fahrgastrechteformular. So können Sie (falls Ihre Geschichte stimmen sollte) kein Geld für das Hotel zurückbekommen, weil die Bahn sagen wird, dass Sie mit dem letzten Zug hätten fahren können." (Wie bitte???) "Sie hätten sich bei der Ankunft in Koblenz im Reisezentrum einen Stempel holen müssen, damit die Fahrkarte am nächsten Tag gilt." (nachts um halb 2?)
Letztendlich habe ich mich gezwungen gesehen, meinen Ausweis zu zeigen, da ich dringend zur Arbeit weiterfahren musste und keine Zeit hatte, wegen der Polizei an dem auf meiner Fahrkarte angegebenen Zielbahnhof auszusteigen. Nachdem ich gestern eine Beschwerdemail an die Bahn geschrieben habe, ist mir im Nachhinein allerdings nicht besonders wohl dabei, dass ein völlig uneinsichtiger Zugbegleiter, der absolut nicht mit sich reden ließ und mich stattdessen angeschrieen hat, meine Adresse hat. Daher würde ich gerne für die Zukunft wissen: Was passiert, wenn man wirklich die Polizei holen lässt, wer muss das bezahlen? Und gibt die Polizei die Personalien an den Zugbegleiter weiter oder nur an eine andere Stelle der Bahn? Mir ist klar, dass die Bahn eine Handhabe gegen echte Schwarzfahrer haben muss, aber muss ich wirklich trotz gültiger Fahrkarte jedem Idioten meine persönlichen Daten geben?

Was würdet ihr in solchen Fällen empfehlen? Danke!

Marion


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