NBS Nürnberg - Altenburg / Tharandt wäre bei weitem besser (Allgemeines Forum)

ThomasK, Dienstag, 05. Dezember 2017, 14:51 (vor 10 Tagen) @ ICETreffErfurt

Ich stimme dir zu, dass die VDE8 weiter östlich besser aufgehoben wäre.

Sinnvoller wäre eine ABS/NBS Kassel/Göttingen-Erfurt gewesen zur Beschleunugung des Verkehrs zwischen Hannover und Erfurt sowie Dortmund und Erfurt.

Die NBS Erfurt-Leipzig/Halle wäre ohne NBS nach Franken nicht automatisch gekommen. Nur alleine mit dem Ost-West-Verkehr wäre sie zu unwirtschaftlich gewesen.

Aber mit einer Verlängerung nach Frankfurt natürlich ideal. Also NBS Eisenach-Fulda-Frankfurt.


Ich wehre mich keineswegs gegen eine NBS Göttingen - Erfurt.

Auch ist im Sinne des ITF eine Kantenzeit von 60 Minuten zwischen Erfurt und Fulda selbstverständlich gesetzt.

Fakt ist aber, dass durch das Fehlen der NBS Nürnberg - Altenburg / Tharandt im deutschen HGV eine riesige Schieflage entstanden ist, die dringend behoben werden muss.

Ich denke, dass man diese NBS trotzdem nun angehen sollte und sie wichtiger ist als Göttingen - Erfurt.

Fazit: NBS Göttingen - Erfurt ja, aber mit einer Priorität zuerst auf die NBS Nürnberg - Altenburg / Tharandt, denn es kann einfach nicht sein, dass Sachsen völlig abgehängt wird.

Und Sachsen tut gut daran, sich zuerst auf die NBS Nürnberg - Altenburg / Tharandt zu konzentrieren; diese NBS ist für Sachsen wesentlich wichtiger als die NBS Dresden - Prag. Die Kantenzeiten von 90 Minuten zwischen Leipzig und Nürnberg sowie von 120 Minuten zwischen Dresden und Nürnberg sollten nun zügig angegangen werden.

Ich fürchte allerdings, dass die NBS Nürnberg - Altenburg / Tharandt nun leider im Gesamtkonzept wesentlich teurer wird, denn ein nachträglicher Ausbau von Leipzig Hauptbahnhof tief von 2 auf 4 Gleise dürfte sehr schwer werden, sodass man nun leider für den Fernverkehr in Leipzig einen neuen Citytunnel errichten müsste.

Ich muss das so deutlich sagen: Läge Leipzig in der Schweiz, dann wäre das Planungschaos so nicht passiert.

Jetzt muss man sehen, nachdem man das Pferd von hinten aufgezäumt hat, wie man trotzdem noch auf ein vernünftiges ITF-HGV-Netz in Deutschland kommt, denn schließlich warten auch noch etliche andere Baustellen. Neben einer NBS Frankfurt - Mannheim, der Mottgers Spange, der Y-Trasse Hannover - Bremen / Hamburg sollte auch eine NBS Nürnberg - Würzburg mit einer Kantenzeit von 30 Minuten angegangen werden.

Auch brauchen wir zahlreiche Lückenschlüsse.

Um zuverlässig einen Halbstundentakt zwischen Dortmund und Hamburg mit einer Kantenzeit von 2,5 Stunden über Bremen anbieten zu können und dabei Kantenzeiten von jeweils 45 Minuten zwischen Osnabrück und Bremen sowie Bremen und Hamburg zu erreichen, sollte eine NBS Osnabrück - Bohmte gebaut werden und zwischen Buchholz (Nordheide) und Hamburg-Harburg zwei Linienverbesserungen gebaut werden. Mit einer NBS Osnabrück - Bohmte können wir die Fahrzeit zwischen Osnabrück und Bremen auf 43 Minuten drücken, was beim Halbstundentakt perfekt ist.

Osnabrück - Bremen sind 122 km, vergleichbar also mit Zürich HB - Bern. Obwohl eine NBS Osnabrück - Bohmte wesentlich leichter zu realisieren ist, glaube ich trotzdem, so, wie Deutschland tickt, dass eher die Kantenzeit Zürich HB - Bern von 45 Minuten realisiert wird, als die Kantenzeit 45 Minuten zwischen Osnabrück und Bremen. Dabei ist man zu Bundesbahnzeiten sogar schon mal in 47 Minuten von Osnabrück nach Bremen gefahren.

Es gibt also noch sehr viel zu tun.


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