Meine Sorge: Eher der zu geringe Beschaffungspreis (Allgemeines Forum)

GUM @, Montag, 04. Dezember 2017, 16:08 (vor 10 Tagen) @ john.lennon
bearbeitet von GUM, Montag, 04. Dezember 2017, 16:09

Wie werden die dann weitergeben? Zu 4 oder 5 Euro pro Flasche?

Die aktuellen Preise im Bordrestaurant reichen von 5,90€ (Sekt) über 6,50€ (billigster Weißwein) bis hin zu 8,10€ (jeweils teuerstes Produkt). Die Margen liegen damit irgendwo zwischen 326% und 808%. Angesichts des anzutreffenden Flaschen(!)weinsortiments recht happig.


Na ja, na ja. Die Bahn verdient mit der Bordgastronomie kein Geld. Die hält sie nur am Leben, weil die Fahrgäste die Bordgastronomie als Teil des Serviceangebots sehen, selbst wenn sie sie selten oder gar nicht nutzen.

Allerdings gilt es auch zu bedenken, dass der Durchschnittskilometerpreis das zigfache des "Nahverkehrspreises" sein dürfte. Also zahlen die Fahrgäste einen gewissen Anteil der Speisewagen-Infrastruktur auch durch höhere Fahrpreise.

Insbesondere auf Altbaustrecken, bei denen sich der Zeitvorteil der Produktgruppe A/B in Grenzen hält.

Außerdem gilt schon in Kneipe und Restaurant als Faustformel, dass man als Verkaufspreis etwa das 3,5 bis 4-fache des EK nimmt.

Schließlich müssen mit den Einnahmen nicht nur die Waren bezahlt werden, sondern auch das Personal, die Miete, die Nebenkosten, die Einrichtung usw. usf.

Das ist nachvollziehbar! Ich sehe das Problem aber im geringen Einkaufspreis. Mit dem die Winzer nicht wirklich hochwertige Ware anbieten können.

Und der Werbeeffekt wird sich wohl in Grenzen halten, denn es wird mit der Ware nicht der eine prestigeträchtige Luxuszug "bespielt", sondern flächendeckend für einen ganzen Vertragszeitraum gearbeitet. Da wird das "Subventionieren" der Kundenverbindung schon wirklich schwer.

Die Kostenstruktur im Speisewagen dürfte deutlich ungünstiger sein als in einem Cafe oder Restaurant. Überleg dir mal, wie viel Personal für den Speisewagen benötigt werden und wie wenige Passagiere da im Vergleich zum 1. Kl. oder 2. Kl. Wagen reinpassen...

Wie oben beschrieben: Sehe ich anders. Die Flex- oder Relationspreise in ihrer ursprünglichen Fassung wurden mit einem Zuschlag von 25 % für den IC/RJ und 50 für ICE-Produkte berechnet. Da muss auch ein interner Anteil für die Kostendeckung der "Futterkiste" dabei sein :-)

Mit 0,95 Euro pro kleine Weinflasche wird es wirklich schwer sein was Leckeres zu produzieren.

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