VDE8 über Hof (Allgemeines Forum)

sb @, Freitag, 17. November 2017, 11:50 (vor 270 Tagen) @ lokuloi

Eine NBS ist eine große Investition; eine große Investition muss ein großer Nutzeneffekt gegenüberstehen.

Auf der Achse Leipzig – Frankfurt(Main) wären Züge über Erfurt – Fulda und ggf. über Hof – Nürnberg denkbar gewesen (dieser Hinweis fehlte in meiner Nachricht tatsächlich).

Was meinst Du mit Westböhmen? Pilsen? Das ist ja nun wirklich keine eigene HGV-Strecke wert!

Niemand außer Du spricht von einer eigenen NBS singulär für Relationen wie Leipzig – Westböhmen oder dergleichen...

Versuche einmal, die Synergieeffekte einer Netzbildung zu verstehen: Erst die Verknüpfung von Einzelstrecken zu einem Netz ermöglicht Synergieeffekte ohne zusätzliche Sprungkosten.

Eine NBS Ebensfeld – Erfurt ist in der Netzwirkung viel isolierter als ein NBS-Stern um den Raum Hof, mit Speichen in den Raum Nürnberg, nach Westböhmen/CZ und nach Altenburg (Leipzig) mit Abzweig nach Tharandt (Dresden).

Westböhmen ist auch nicht weniger provinziell als Erfurt, Pilsen als Stadt deutlich kleiner.

Frankfurt(Main) – Nürnberg – Plzen – Praha...

Eine NBS Nürnberg – Hof – Altenburg würde komplett durch Mittelgebirgslandschaft führen und wäre mindesten 200 km lang und damit fast doppelt so lange wie Ebensfeld – Erfurt.

...kurze Rückfrage: Thüringer Wald sei aus Deiner Sicht wohl Flachland?

Anders als im Thüringer Wald sind die Landschaftsformen in Oberfranken, im Vogtland, im Raum Chemnitz und im Kreis Cheb etwas weniger schroff als im Thüringer Wald, zumal Talzügen und Höhenrücken gefolgt werden kann; nicht ohne Grund gibt es im Thüringer Wald den Brandleitetunnel, während die Bestandsstrecke über Hof ganz ohne Tunnel auskommt. Davon lässt sich bereits im Allgemeinen ableiten, dass der Tunnelanteil der NBS Ebensfeld – Erfurt höher ist als es ein solcher bei einer Führung über Hof sein müsste...

Und damit auch doppelt so teuer.

Der Nutzeneffekt wäre um ein Vielfaches höher, womit der Nutzen-Kosten-Quotient ebenfalls höher läge.

Eben. Gerade damals kam es darauf an möglichst direkt zu bauen und auch die Flusstäler (in diesem Fall das Maintal) möglichst lange auszunutzen und die Mittelgebirge an ihrer schmälsten Stelle zu durchqueren. Das ist auch heute nicht verkehrt.

Mit Ausnahme der gewünschten direkten Führung sind die anderen Behauptungen schlicht falsch, siehe oben betreffend Brandleitetunnel.


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