Bebra - Eichenberg (Allgemeines Forum)

Christian_S, Donnerstag, 16. November 2017, 21:19 (vor 313 Tagen) @ sb


Der Engpass im Nord-Süd-Verkehr ist v.a. südlich von Bebra, was aber unabhängig der Laufwege nördlich davon ist. Auf der Altstrecke Bebra – Eichenberg gibt es jedoch seit 02.06.1991 kaum noch SPFV bis auf evtl. Nachtzüge und wenige Umleiter, womit seitdem der Engpass gar nicht dort liegen kann; auch dies erübrigt Deine fehlerhafte Wortwahl.

Deinen ansonsten richtigen und interessanten Ausführungen muss ich hier aber widersprechen: Nur weil eine Strecke kaum Fernverkehr hat heißt das nicht automatisch, dass sie deshalb nicht stark belastet wäre. Bebra - Eichenberg ist zu verschiedenen Uhrzeiten durchaus dicht befahren und weist nur wenige Lücken auf. Zudem dort ja auch stündlicher Nahverkehr unterwegs ist. Allzu aufnahmefähig ist diese Strecke nicht mehr.

Siehe z.B. auch Leipzig - Altenburg - Bogendreieck. Da gibts auch keinen Fernverkehr, nur die S-Bahn (in zwei verschiedenen Arten) und trotzdem ist die Strecke wegen des relativ dichten Güterverkehrs nicht sonderlich aufnahmefähig für weitere Züge.

ETCS alleine ist wirkungslos betreffend Tunnelbegegnungsverbot; entscheidend ist die Prozesslogik der Betriebszentrale bzw. der Stellwerke, um verbotene Tunnelbegegnungen zu verhindern, was jedoch prinzipiell für alle Zugbeeinflussungssysteme (ETCS, LZB, auch PZB) realisierbar ist.

(Edit:) Relevant für die Fahrbarkeit von Güterzug-Fahrplantrassen sind jedoch deren fahrplantechnischen Möglichkeiten und die Attraktivität, welche durch Zugüberholungen und entgegenkommende ICE-Züge deutlich gemindert wird.

Da hast Du vollkommen recht. Es nützt einem Güterzug wenig, wenn er zwar (die entsprechenden Wagen vorausgesetzt) 120 km/h auf der VDE 8.1 fahren kann, aber dank des Begegnungsausschluss und einer Überholung die gewonnene Zeit wieder absteht.


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