mal wieder: HGV in Deutschland und anderswo (Allgemeines Forum)

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Mittwoch, 15. November 2017, 22:26 (vor 310 Tagen) @ lokuloi

An andere Stelle "beschwerst" Du Dich, dass die Strecke nicht über Leipzig führt. Das kann man auch als Vorteil sehen, da somit Zeit und Streckenkilometer eingespart werden. München, Frankfurt und Nürnberg haben so ihren eigenen Züge über Halle nach Berlin, die Verbindung nach Leipzig wird durch andere Züge abgedeckt. Das ist so ähnlich wie mit Lyon in Frankreich.

Du hast meinen Beitrag nicht verstanden. Ich beschwere mich, dass man absurde Umwege fährt, um Erfurt anzubinden, gleichzeitig aber die größte Stadt am Weg nur sehr stiefmütterlich (alle 2 Stunden) bedient.

In Frankreich ist Paris-Bordeaux etwa gleich weit, da fährt der Sprinter aber ohne Halt in gut 2 Stunden (im Stundentakt), mit 3 Halten (was zugegebenermaßen eher Coburg-Halte sind) dann 2:52.


Ja. Paris- Bordeaux muss jetzt für jeden Vergleich herhalten. Ganz allgemein sind dafür in Frankreich die Frequenzen sehr niedrig.

Ganz allgemein besteht zwischen Paris und Bordeaux ein Stundentakt, sogar ein ziemlich exakter. Da könnte sich die DB mit ihrem Kraut-und-Rüben-Fahrplan, insbesondere südlich von Nürnberg, eine große Scheibe abschneiden.

Die völlig andere Ausrichtung des deutschen FV-Systems erkennt man aber an ganz anderen Stelle: Z.B. bei der Verbindung zwischen der 4. und 5.-größten Stadt: mit Verbindungen bis zu 175 km/h und das 33mal am Tag. In Frankreich: eine Verbindung am Tag mit 90 km/h (Toulouse - Nizza). Und das ist keine Ausnahme: wenn es nicht in die großen drei (Paris, Lyon, Marseille) geht sieht es in F bezgl. Frequenz sehr mager aus, und auch die Geschwindigkeit ist nur noch in manchen Fällen hoch.

Ich will ja auch nicht das Französische System haben, ich kritisiere nur die deutschen Absurditäten.

Zwischenfazit: F, E und I sind sehr auf ihre größten Städte fixiert, D mehr auf einzelne Verbindungen zwischen benachbarten Großräumen. Letzteres wächst langsamer, das liegt in der Natur der Sache. HIer entdeckt man auch eher die "Erbärmlichkeiten" des deutschen FV. Z.B. München - STuttgart mit 105 km/h. Und das bei jetzt schon 32 Fv-Zügen am Tag. Bei Millionen-Agglomerationen die gerade einmal 200 km voneinander entfernt liegen. DA ist Kritik eher angebracht, als bei München - Berlin.

Da ist genau die gleiche Kritik angebracht: Man gießt in den Mittelgebirgen Milliarden in Beton, und da wo es billiger würde (weil topographisch einfacher) hört man auf, und begnügt sich mit Sparausbauten.

Aber schnell fahren will man bei der DB ja eh nicht, siehe die Abschaffung der Berlin-Frankfurt-Sprinter.


Oder die Einführung von immerhin 5 Sprinterzugpaaren mit nur 2 Zwischenhalten. Evtl. mit weiteren Fahrten in Zukunft. Das entspricht eben mehr der deutschen Realität mit vielen Städten und dem Augenmerk eher auf Frequenz. Im Endeffekt sind dadurch vmtl. mehr Menschen schneller unterwegs. Die beiden Zwischenhalte sind übrigens ähnlich groß wie das von Dir ins Spiel gebrachte Bordeaux. Warum sollte man also in Halle und Erfurt nicht halten?

Sollte man schon, die Schlussfolgerung, dafür aber die schnellen Züge einstellen zu können, halte ich für falsch. Insofern bringt die VDE8 für Berlin-Frankfurt genau nichts, außer vielleicht zusätzlichen Trassen.

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Weg mit dem 4744!


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