ICE-Netzentwicklung, kurze Umfahrungsstrecken nützlich (Allgemeines Forum)

sb @, Mittwoch, 15. November 2017, 09:26 (vor 366 Tagen) @ ICETreffErfurt

Das Problem daran ist, dass man wie überall in Deutschland Stop-and-Go hat.

Man kann die 300 km/h kaum ausfahren, da sie immer nur ein paar Kilometer lang sind. Im Endeffekt sind gerade mal 1/3 der Streckenkilometer zwischen München und Berlin mit mehr als 230 km/h befahrbar und davon etwa 2/3 mit mehr als 250 km/h.

Anders als Frankreich und Spanien, entschied man sich in Deutschland wie auch in Italien (die Gegenkurve zu Napoli Centrale ist in etwa mit der Gegenkurve zu Frankfurt(Main) Hbf vergleichbar) aufgrund der dezentralen und – anders als Spanien – auch verteilten Siedlungsstruktur sowie in Deutschland auch aufgrund der Netzstruktur des Eisenbahnwesens vernünftigerweise für Schnellfahrstrecken, wo sie am dringendsten benötigt werden, um gegenüber anderen Verkehrsträgern konkurrenzfähig zu sein.

Gleichwohl wurde sicherlich versäumt, für relativ wenig Investitionsmittel weitere kurze aber nützliche Umfahrungsstrecken – analog zu Stendal zum Beispiel für Ingolstadt – zu errichten. Letztere sollte nördlich von Ingolstadt ausfädeln, der Autobahn A9 und südlich von Rohrbach(Ilm) in die Bestandsstrecke nach München einfädeln; sie würde von mindestens der Hälfte der ICE-Züge München – Nürnberg genutzt, welche diese Kante non-stop fahren.

Ebenso wäre zu überlegen, wie eine schnelle Durchfahrt in Fulda (3...4 km langer Tunnel unter der östlichen Stadt Fulda unterhalb von Stadtbad und Ochsenwiese?) und evtl. auch in Göttingen (Umbau Bahnhof Göttingen mit zwei bahnsteiglosen Durchfahrtsgleisen?) erreichbar wäre.

Aber dies ist ein anderes Thema als die Knotenbetrachtung von Erfurt, außer man könnte sich eine sinnvolle schnelle Durchfahrt für Erfurt Hbf vorstellen, um die ICE-Sprinter München – Berlin ohne Zwischenhalt in Erfurt Hbf noch weiter zu beschleunigen...


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