viel überflüssiges (Allgemeines Forum)

Zugschlus ⌂ @, RSIG, Mittwoch, 15. November 2017, 08:40 (vor 341 Tagen) @ ICE2020

Fundierte Kritik ist nicht so Deins, oder?


Hast Du nicht die nun von Dir kritisierte Formulierung "laber, sülz" erstmals eingebracht?

Da hast Du allerdings Recht. Ich bitte für meine Wortwahl, die natürlich nicht das den vorgeschribenen Text vorlesende Zugpersonal, sondern die hierfür Verantwortlichen im Management von DB Fernverkehr kritisieren sollte, um Entschuldigung.

Ich habe höchsten Respekt vor dem Zugpersonal, das tagtäglich einen harten Knochenjob an vorderster Front eines nicht gerade besonders beliebten Unternehmens macht.

Ich selber bin kein Freund von zu vielen Ansagen im Zug. Man muss jedoch – und hieran scheint es nach dem, was Du geschrieben hast (da stimme ich Tino zu) bei Dir zu mangeln – anerkennen, dass man als Vielfahrer, gerade auf einer Stammstrecke, die man fast auswendig kennt, andere Bedürfnisse hat, als andere Reisende, die keine genauen Kenntnisse haben. Insofern muss man hier eine Balance finden, und das gelingt in der Regel meiner Wahrnehmung nach auch gut.

Meine eigentliche Kritik war, dass wichtige Informationen (im von mir gebrachten Beispiel z.B. die Tatsache, dass Fahrgäste nach Dresden bitte bis Fulda im Zug bleiben sollen) in der englischen Ansage oftmals nicht enthalten sind, und dass die Information, dass da ein Anschluß platzt, offenbar auf Anweisung "von oben" verschwiegen bzw verklausuliert gegeben werden soll.

– Anschlüsse werden in der Regel nur bei Abweichungen angesagt. Klar probiert man dann, geplatzte Anschlüsse zu kaschieren, indem man die nächsten Reisemöglichkeiten aufzählt.

Finde ich nicht fair.

– Hinweise auf S-Bahnen, wie Du sie forderst, sind wegen dem engen Takt in der Regel entbehrlich.

Es gibt S-Bahn-Systeme, da steht das S für Stündlich, z.B. in der Metropolregion Rhein-Neckar. Da ist die S-Bahn genau so wichtig (bzw. wegen der höheren Fahrgastzahl vermutlich wichtiger) wie die Regionalbahn.

Es ist nicht alles Hamburg oder Berlin, was S-Bahn heißt.

– Hinweise auf besondere Reisemöglichkeiten (Fahrgäste nach x bleiben bis y in diesem Zug, da wir probieren, dort den Anschluss an IC 123 herzustellen), die Du kritisiert, sind in der Regel hilfreich, da sie auf besondere Reisemöglichkeiten hinweisen, die unter Umständen selbst der gewiefte Vielfahrer nicht ohne Weiteres erkennen würde.

Das habe ich nicht kritisieren wollen. Ich wollte kritisieren, dass diese - wichtige und hilfreiche - Information im Englischen in der Regel weggelassen wird.

In der Summe: Deine Kritik kommt ziemlich klar aus der Vielfahrer-Ecke, wo im Zug Ruhe zu sein hat, weil man die Zeit eben zum Schlafen nutzen will. Andere Reisende haben jedoch andere Bedürfnisse und wie oben an Deinen Punkten dargelegt schafft die Bahn in der Regel eine gute Lösung. Lediglich die Werbung (Bordbistro) könnte man sich mE noch sparen.

Teils-Teils. Manches kann man sich sparen, anderes ist _so_ wichtig, dass es im Englischen nicht unterschlagen gehört.

Über die an manchen Bahnhöfen amoklaufende Blechelse reden wir dann ein anderes Mal ;-)

Ergänzend: Wenn die Ansagen doch so störend sind, gibt es sehr gute geräuschisolierende Kopfhörer. Und ich sehe so manche mit Mama um den Hals, so dass der ZUB sie dann auch ohne Wecken sehen kann. Sieht blöd aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Wo kann man die BC100 denn lochen, ohne irgend eine Antenne kaputtzumachen? Denn in eine Plastikhülle stecken darf man sie ja auch nicht, weil es Zugpersonale gibt, die die Fahrkarte unbedingt in die Hand nehmen wollen (was sinnvoll ist, um Fälschungen an abweichender Haptik erkennen zu können).

Grüße
Marc


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