Zur Südspitze Europas, Teil 5: Algeciras–Barcelona–Frankfurt (Reiseberichte)

mrhuss ⌂ @, ICE 275, Sonntag, 08. Oktober 2017, 16:09 (vor 15 Tagen) @ mrhuss
bearbeitet von mrhuss, Sonntag, 08. Oktober 2017, 16:10

Eigentich hatten wir unsere Übernachtung für Gibraltar geplant, aber aus Gründen entschieden wir uns spontan dann doch um und für Algeciras. Dort sind die Hotels günstig. Algeciras selbst ist normalerweise mehr als Hafenstadt, auch für die Fähren nach Marokko und Ceuta, denn als touristisches Ziel bekannt, hat aber durchaus schöne Ecken. Dazu zählt zum Beispiel der zentrale Plaza Alta mit seinem Brunnen in der Mitte…

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… und den gekachelten Bänken, die die Geschichte von Don Quixote erzählen, natürlich nur echt mit dem sprichwörtlichen Kampf gegen die Windmühlen.

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In wenigen (keinen?) Reiseführern liest man über die schönen Sträßchen oberhalb des Plaza Alta.

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Bahnseitig ist Algeciras deswegen interessant, weil an der Einfahrt in den Hafen die südlichsten Gleise Europas liegen.

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Links geht es in den Hafen, auf der anderen Seite der ausgedehnten Container-Anlagen ragt der Felsen von Gibraltar empor.

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Der südlichste mit Personenzügen erreichbare Punkt in Europas Schienennetz ist der Bahnhof Algeciras. Das schöne Bahnhofsgebäude im alten Stil…

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… wurde durch einen Neubau abgelöst.

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Im Bahnhof stand eine Lok der Baureihe 333 der Güterzug-Sparte der RENFE abgestellt. Die Loks dieser Baureihe wurden zwischen 1974 und 1976 gebaut und in den 2000er-Jahren vollständig modernisiert, wobei sie auch ihr jetziges Aussehen erhalten haben.

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Wirklich viel Güterverkehr war nicht zu beobachten. Schließlich ist die Zulaufstrecke auch nicht elektrifiziert und eingleisig.

Es ist im Bahnhof eine Rampe für Autozüge vorhanden, auch wenn die wahrscheinlich schon lange nicht mehr benutzt wurde.

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Mit einem 599 verließen wir Algeciras und fuhren mit Umstieg in Antequera Santa Ana nach Barcelona, wo wir bis zum 2.10. blieben.

Wir hatten dort Gelegenheit, uns selbst einen Eindruck von den turbulenten Ereignissen des Referendums zu machen und Demonstrationen beider Seiten zu sehen. An dieser Stelle aber nur ein Foto vom Paulau de la Generalitat am Abend des 1.10., wo es zu diesem Zeitpunkt ruhig ist…

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… und von der Wahlparty auf dem Plaça Catalunya.

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Der weitere Rückweg nach Deutschland verlief dann eher unspektakulär. Wir fuhren von Barcelona mit TGV und Umstieg in Montpellier zu einem letzten Übernachtungsstop nach Lyon und am nächsten Tag von dort zurück nach Frankfurt. Die Sperrung der Rheintalbahn wegen der missglückten Tunnelarbeiten bei Rastatt war praktischerweise tags zuvor aufgehoben worden, so dass wir bequem die Heimat erreichten, wo uns jetzt der Herbst im Griff hat. Aber die vier ereignisreichen Wochen mit Sommerverlängerung waren toll!

Ich hoffe, der Bericht war soweit halbwegs interessant und es hat Euch gefallen.

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Viele Grüße!
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Mein Blog "Spontan, wild und Kuchen" - Kategorie Bahn


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