Zugkraftüberschussformel? (Umläufe, Tz-Anfragen, Tz-Taufen)

MC_Hans @, 8001376, Mittwoch, 13. September 2017, 16:02 (vor 72 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Beschleunigungsformeln sind mir bekannt, aber wie berechnet man den Zugkraftüberschuss? Ist das ne halbwegs simple Formel?

Es gibt da eine empirische Formel, die auf den Widerstandswerten des Fahrzeuges basiert.

Das ist im Prinzip ein Polynom 2. Grades. Du hast einen quadratischen Anteil (Luftwiderstand), einen linearen Anteil (Rollwiderstand) und einen konstanten Anteil. Alle drei sind fahrzeugspezifisch.

Wir hatten 2011 und 2012 darüber schon mal eine ausgiebige Diskussion.

Für einen IC-Wagenzug hatten wir damals mal folgende Werte in den Raum geworfen:

F_fahr_IC = 1,2 kN + 0 kN * v + 0,08 kN * v²

-> https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=8&...

Das ist nicht der Überschuss, sondern die bei einer bestimmten Geschwindigkeit benötigte Zugkraft.

Der Überschuss ist die verfügbare Zugkraft minus die erforderliche Zugkraft, beides abhängig von der Geschwindigkeit. Die verfügbare Zugkraft wird begrenzt durch die Haftreibung Rad-Schiene bzw. die Maximalleistung.

Der Überschuss steht als "Reserve" für die Beschleunigung nach F=m*a zur Verfügung.

--
"...und es genügt nicht zu wissen, an welchem Ende der Lötkolben heiß wird!"


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