Unabhängig von der Berechnungsgrundlage keine Neuigkeiten (Allgemeines Forum)

Destear @, Berlin, Donnerstag, 20. April 2017, 21:26 (vor 157 Tagen) @ markman
bearbeitet von Destear, Donnerstag, 20. April 2017, 21:27

Bahnbrechende Erkenntnisse lassen sich der Berichterstattung und auch dieser Studie nicht entnehmen. Die Berechnungsgrundlage wird relativiert. Dass das Flugzeug auf relativ kurzen Strecken wie den dort genannten keinen enormen Fahrtzeitvorteil bietet, sondern manchmal wegen der aufwändigeren Check-In- und Anreiseprozedur sogar im Nachteil ist, hat auch nicht das Potenzial zur neuesten Erkenntnis. Dass man von Frankfurt a.M. nach Berlin mit dem Zug ähnlich schnell kommt, wie mit dem Flieger, leuchtete schon vorher ein. Je besser die Bahnstrecke ausgebaut, desto vorteilhafter für die Reisegeschwindigkeit mit der Bahn. Und trotzdem: Auf länger werdenden Strecken spielt das Flugzeug seinen Geschwindigkeitsvorteil doch wieder aus und ist zumindest unter diesem Aspekt empfehlenswert. Kommt es dem Reisenden hingegen auf andere Komfortmerkmale an - Sitzbreite, Ruhe etc. - kann trotzdem die Bahnfahrt im Vorteil sein. Alles eine Frage der Präferenzen. Hinzu kommt noch, dass manch absurdes Angebot z.B. von Ryanair günstiger ist als der DB-Sparpreis. Verkehrte, aber existente Welt.

Gegenbeispiel: Von Berlin nach Warszawa - gute 580 Kilometer, wenn man das bei Googlemaps eingibt - dauert es gute fünfeinhalb Stunden mit einem der EC-Züge. Der Flieger braucht dafür eine gute Stunde, inkl. 90 Minuten Vor- und Nachlauf sind das vier Stunden. Auch auf so einer kurzen Strecke kann es also anders aussehen.

Das ist auch der Grund, warum ich in diesem Jahr vermehrt den Flieger nutzen werde; zuletzt Flüge nach Amerika ergattert: 150,- pro Flug. Manch Schlafwagenfahrt ist teurer. Aber eben deutlich komfortabler.


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