Keine Energieeinsparung durch weniger Leistung. (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 12. Februar 2009, 13:14 (vor 3811 Tagen) @ Sese

Mich wundert die Abweichung von den Zügen dr BR 403 und 406.


Naja durch eine geringere Höchstgeschwindigkeit braucht man weniger Antriebsleistung, womit man Energie sparen kann.
Mehr als 320 kann man in der Praxis eh nicht fahren.


Selbst wenn man durch Vmax 320 km/h weniger Leistung installieren würde, dann ändert das rein physikalisch so gut wie nichts am Energieverbrauch. Die kinetische Energie, die ein Zug mit 320 km/h besitzt, muss so oder so durch den Antrieb aufgebracht werden, egal ob durch 8000 kW oder z. B. 7500 kW. Leistung ist Energie bzw Arbeit über einer gewissen Zeit, also P=ΔE/Δt. Somit kommt es auf das selbe raus, ob ich mit viel Leistung in kurzer Zeit auf meine Zielgeschwindigkeit beschleunige oder mit weniger Leistung, aber dafür in längerer Zeit. Die Energiemenge, die ich dazu verbrauche ist die gleiche.

Das mit der kinetischen Energie ist mir klar...

Ich meinte ja auch, dass ein Triebzug der für 330 km/h ausgelegt ist auch für 330 km/h optimiert ist, während ein Triebzug der für 320 km/h ausgelegt ist auch für 320 km/h optimiert ist.

Sprich um in einer bestimmten Zeitspanne x von 0 auf 330 km/h brauche ich so und so viel Antriebsleistung, um in der gleichen Zeitspanne von 0 auf 320 km/h zu beschleunigen brauche ich etwas weniger Antriebsleistung.

Durch weniger Antriebsleistungen sind Trafo, Wechselrichter, Fahrmotoren möglicherweise anders ausgelegt, sodass die Wirkungsverluste ganz anders aussehen.

Hinzu kommt auf der Erde neben der kinetischen Energie (die ja immer gleich und geschwindigkeitsabhängig ist) noch die Kompensation vonn Roll- und Luftwiderstand (welcher ebenfalls geschwindigkeitsabhängig aber auch zeitabhängig ist.)

Wenn ich jetzt weniger Antriebsleistung habe, wird mein Zug bei gleicher vmax langsamer beschleunigen, womit er sehr viel längere Zeit im unteren Geschwindigkeitbereich aufhält und somit wird die Energie die man gegen die Widerstände aufbringen muss etwas geringer sein, da diese ja davon abhängt welchen Geschwindigkeitsbereich ich welche Zeitspanne fahre.

Ein Zug der 15 Minuten von 0 auf 320 beschleunigt und anschließen 60 min mit 320 km/h fährt braucht weniger Antriebsenergie als ein Zug der in 10 Minuten von 0 auf 320 km/h beschleunigt und anschließend 65 min mit 320 km/h fährt.

Zwar ist in beiden Beispielen E(kin) gleich, nämlich Zugmasse/2*Höchstgeschwindigkeit² aber die Widerstandsenergie unterscheidet sich.

Ahnung von Physik habe ich auch ;)


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